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Materia medica · Nr. 2717

Piscidiae rythrina

Pisc.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Piscidia erythrina, der Jamaika-Hartriegel oder Fischgiftbaum, ist ein Schmetterlingsblütler aus Mittelamerika und der Karibik, dessen Rinde traditionell zum Fischfang genutzt wurde. In der Materia medica wird die Substanz als beruhigend und krampflösend beschrieben; im Vordergrund stehen Schlaflosigkeit bei nervöser Erregung und schmerzhafte, krampfartige Zustände. Der Repertoriumsbestand ist schmal und führt vor allem plötzliches Erwachen, reichlichen Schweiß und Fieber.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau ist nicht überliefert; die Literatur beschreibt das Mittel funktionell und nicht konstitutionell.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentBeschrieben wird ein nervös übererregter Zustand: Der Kopf kommt abends nicht zur Ruhe, Sorgen und Gedanken laufen weiter, obwohl der Körper erschöpft ist. Das ist eher ein Zustandsbild als ein Charakterbild - Piscidia gehört zu den kleinen, akut gebrauchten Mitteln und nicht zu den durchgezeichneten Konstitutionsmitteln.

Gemütsbild

Nervöse Übererregung am AbendGedankenandrang, der das Einschlafen verhindertErschöpfung bei gleichzeitiger innerer UnruheSorgen und Grübeln als Auslöser der Schlaflosigkeit

Im Repertorium ist zu Piscidia kein eigenes Gemütskapitel besetzt; die Angaben liegen bei Schlaf, Schweiß und Fieber. Die klassische Materia medica beschreibt jedoch übereinstimmend eine nervöse Erregung, die den Schlaf verhindert: Der Körper ist müde, die Gedanken sind es nicht. Typischerweise beschrieben wird Schlaflosigkeit nach geistiger Anstrengung, nach Aufregung und bei Schmerzen. Charakteristisch ist im Repertorium das plötzliche Auffahren aus dem Schlaf. Ein weiterreichendes seelisches Bild ist nicht belegt und wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Innere Unruhe ohne fassbaren Gegenstand, Keine typisierte Angstform überliefert

Leitsymptome

Plötzliches Erwachen aus dem Schlaf - die kennzeichnendste Schlafangabe des Mittels
Reichlicher Schweiß, im Repertorium ausdrücklich als profus geführt
Fieberzustände, ohne nähere Typisierung im Bestand
Die Literatur beschreibt daneben krampfartige und neuralgische Schmerzen sowie Schlaflosigkeit bei nervöser Erregung
Beschrieben werden ferner schmerzhafte Regelkrämpfe und Muskelzucken
Verschlechterung
  • Abends und nachts, wenn die Gedanken nicht zur Ruhe kommen
  • Nach geistiger Anstrengung und Aufregung
Verbesserung
  • Ruhe und Abdunkeln
  • Keine weiteren gesicherten Modalitäten überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Schlaflosigkeit bei nervöser ErregungPlötzliches Auffahren aus dem SchlafReichliche SchweißeFieberhafte ZuständeKrampfartige und neuralgische Schmerzzustände

Abgrenzung

Coffea cruda teilt die Schlaflosigkeit durch Gedankenandrang, dort meist mit gesteigerter Sinnesschärfe und nach freudiger Erregung. Passiflora incarnata ist das ruhigere Mittel bei Erschöpfungsschlaflosigkeit ohne die krampfartige Komponente. Cimicifuga racemosa und Magnesium phosphoricum stehen den krampfartigen Schmerzbildern näher, wobei Magnesium phosphoricum durch die deutliche Besserung durch Wärme und Druck gekennzeichnet ist. Piscidia bleibt demgegenüber ein kleines Mittel mit schmalem Repertoriumsbestand.

Verwandte Mittel

Coffea crudaPassiflora incarnataCimicifuga racemosaMagnesium phosphoricumChamomilla

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.