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Materia medica · Nr. 2707

Pinus silvestris

Pin-s.

In 87 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pinus silvestris, die Waldkiefer, ist ein wenig gebrauchtes Mittel, dessen Rubriken durchweg niedrig graduiert sind. Die Literatur ordnet es Kindern mit verzögerter Entwicklung zu, die spät laufen lernen und schwache, abgemagerte Beine haben, sowie rheumatischen und gichtischen Beschwerden mit Steifheit der Gelenke. Daneben stehen Drüsenschwellungen und ein skrofulöser Zug.

Konstitution

KörperbauSchmächtig, mit Abmagerung besonders der Beine und schwachen Gelenken. Bei Kindern beschrieben mit verzögerter körperlicher Entwicklung und Drüsenschwellungen.
Thermalitätfrostig
TemperamentMatt und wenig belastbar. Die Prüfungsberichte zeichnen kein ausgearbeitetes Gemütsbild; im Vordergrund steht die körperliche Schwäche mit rascher Ermüdung. Über seelische Züge ist nichts Belastbares überliefert.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der Literatur beschriebenMattigkeit und rasche ErmüdungVerminderter Antrieb bei körperlicher SchwächeZurückhaltung bei verzögerter Entwicklung im Kindesalter

Zu Pinus silvestris liegen in den Repertorien keine Gemütsrubriken vor. Das Mittel wird über den körperlichen Befund bestimmt, namentlich über die verzögerte Entwicklung, die Schwäche und Abmagerung der Beine und die rheumatisch-gichtischen Gelenkzeichen. Was sich beschreiben lässt, ist der allgemeine Zustand: eine anhaltende Mattigkeit, in der jede Anstrengung schwerfällt und die Glieder als schwer und müde empfunden werden. Bei Kindern tritt dies als langsames Vorankommen in der Bewegungsentwicklung in Erscheinung. Weitergehende seelische Aussagen wären nicht belegt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Unsicherheit im Zusammenhang mit der Gehschwäche

Leitsymptome

Langsame Entwicklung, spätes Laufenlernen bei Kindern, in den Rubriken eigens verzeichnet
Abmagerung der Beine mit allgemeiner Schwäche der Glieder
Steifheit der Gelenke, besonders am Knie, dazu gichtiger Schmerz in den Handgelenken
Wadenkrämpfe beim Strecken im Bett
Schwere und Müdigkeit der Glieder
Schwellung der Leistendrüsen und der Unterkieferdrüsen, mit Leberauftreibung
Ziehender Schmerz im Nacken, der zum Hinterkopf zieht
Verschlechterung
  • Strecken der Beine im Bett, für die Wadenkrämpfe
  • Anhaltendes Gehen und Stehen, bei geschwächten Gliedern
  • Kälte und feuchtes Wetter, entsprechend dem rheumatischen Zug
  • Bewegung der steifen Gelenke nach Ruhe
Verbesserung
  • Ruhe und Entlastung der Glieder
  • Wärme, entsprechend der frostigen Grundlage
  • In den vorliegenden Rubriken sind weitere Besserungsmodalitäten nicht eigens verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • Verminderter Appetit, in den Magenrubriken eigens verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Verzögerte Entwicklung bei Kindern mit spätem LaufenlernenSchwäche und Abmagerung der BeineRheumatische und gichtische Gelenkbeschwerden mit SteifheitDrüsenschwellungen und skrofulöse Zustände, in den klinischen Rubriken genanntWadenkrämpfeWurmbeschwerden mit Erbrechen von SpulwürmernBrennender Schmerz im Verlauf der Harnleiter

Abgrenzung

Calcarea carbonica ist bei Kindern mit verzögerter Entwicklung, spätem Laufenlernen und Drüsenschwellungen das weit besser geprüfte und häufiger herangezogene Mittel, dort mit dem kopfschwitzenden, schwammigen Typus. Calcarea phosphorica wird der verzögerten Knochenentwicklung mit Abmagerung und Schwäche der Beine zugeordnet und steht Pinus silvestris darin nahe. Silicea kennzeichnet die mangelnde Ausreifung mit Frostigkeit und Fußschweiß. Wegen der durchweg niedrigen Rubrikengrade bleibt Pinus silvestris ein Mittel des zweiten Blicks.

Verwandte Mittel

Calcarea carbonicaCalcarea phosphoricaSiliceaBaryta carbonicaAbies canadensisThuja occidentalis

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.