Pinus silvestris, die Waldkiefer, ist ein wenig gebrauchtes Mittel, dessen Rubriken durchweg niedrig graduiert sind. Die Literatur ordnet es Kindern mit verzögerter Entwicklung zu, die spät laufen lernen und schwache, abgemagerte Beine haben, sowie rheumatischen und gichtischen Beschwerden mit Steifheit der Gelenke. Daneben stehen Drüsenschwellungen und ein skrofulöser Zug.
Konstitution
Gemütsbild
Kein eigenständiges Gemütsbild in der Literatur beschriebenMattigkeit und rasche ErmüdungVerminderter Antrieb bei körperlicher SchwächeZurückhaltung bei verzögerter Entwicklung im Kindesalter
Zu Pinus silvestris liegen in den Repertorien keine Gemütsrubriken vor. Das Mittel wird über den körperlichen Befund bestimmt, namentlich über die verzögerte Entwicklung, die Schwäche und Abmagerung der Beine und die rheumatisch-gichtischen Gelenkzeichen. Was sich beschreiben lässt, ist der allgemeine Zustand: eine anhaltende Mattigkeit, in der jede Anstrengung schwerfällt und die Glieder als schwer und müde empfunden werden. Bei Kindern tritt dies als langsames Vorankommen in der Bewegungsentwicklung in Erscheinung. Weitergehende seelische Aussagen wären nicht belegt.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Unsicherheit im Zusammenhang mit der Gehschwäche
Leitsymptome
- Strecken der Beine im Bett, für die Wadenkrämpfe
- Anhaltendes Gehen und Stehen, bei geschwächten Gliedern
- Kälte und feuchtes Wetter, entsprechend dem rheumatischen Zug
- Bewegung der steifen Gelenke nach Ruhe
- Ruhe und Entlastung der Glieder
- Wärme, entsprechend der frostigen Grundlage
- In den vorliegenden Rubriken sind weitere Besserungsmodalitäten nicht eigens verzeichnet
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
- Verminderter Appetit, in den Magenrubriken eigens verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Verzögerte Entwicklung bei Kindern mit spätem LaufenlernenSchwäche und Abmagerung der BeineRheumatische und gichtische Gelenkbeschwerden mit SteifheitDrüsenschwellungen und skrofulöse Zustände, in den klinischen Rubriken genanntWadenkrämpfeWurmbeschwerden mit Erbrechen von SpulwürmernBrennender Schmerz im Verlauf der Harnleiter
Abgrenzung
Calcarea carbonica ist bei Kindern mit verzögerter Entwicklung, spätem Laufenlernen und Drüsenschwellungen das weit besser geprüfte und häufiger herangezogene Mittel, dort mit dem kopfschwitzenden, schwammigen Typus. Calcarea phosphorica wird der verzögerten Knochenentwicklung mit Abmagerung und Schwäche der Beine zugeordnet und steht Pinus silvestris darin nahe. Silicea kennzeichnet die mangelnde Ausreifung mit Frostigkeit und Fußschweiß. Wegen der durchweg niedrigen Rubrikengrade bleibt Pinus silvestris ein Mittel des zweiten Blicks.
Verwandte Mittel
Calcarea carbonicaCalcarea phosphoricaSiliceaBaryta carbonicaAbies canadensisThuja occidentalis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.