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Materia medica · Nr. 2699

Pimenta officinalis

Pime.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pimenta officinalis, der Nelkenpfeffer oder Piment, ist ein Myrtengewächs aus Mittelamerika, dessen getrocknete unreife Früchte als Gewürz bekannt sind. In der Homöopathie ist Pimenta ein kleines Mittel mit schmaler Symptombasis; die vorliegenden Rubriken führen es bei neuralgischen Schmerzen und bei Frostzuständen. Ein vollständiges Arzneimittelbild wurde nie ausgearbeitet.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätfrostig
TemperamentEin Konstitutionsbild ist für Pimenta nicht überliefert. Die einzige Anmutung, die sich aus den Rubriken ablesen lässt, ist die eines Menschen, der friert und von reißenden Nervenschmerzen geplagt wird. Wie bei den meisten aromatischen Gewürzdrogen wurde das Mittel über einzelne körperliche Zeichen und nicht über ein Wesensbild in die Materia medica aufgenommen.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertErschöpfung und Reizbarkeit als Folge anhaltender NervenschmerzenUnruhe im Frost

Für Pimenta liegen in OpenHomeopath keine Rubriken aus dem Gemütskapitel vor. Die klassische Literatur beschreibt das Mittel ausschließlich über körperliche Empfindungen. Was an seelischer Beteiligung genannt werden kann, ist der bei Neuralgien allgemein beschriebene Zustand: Zermürbung durch den wiederkehrenden Schmerz, Empfindlichkeit gegen Ansprache während des Anfalls, Erschöpfung danach. Ein eigenständiges Gemütsbild fehlt. Das Mittel wird über die Schmerzqualität und den Frost gefunden, nicht über die Stimmung.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Neuralgische Schmerzen — die charakteristischste Zuordnung des Mittels; beschrieben werden blitzartig einschießende Nervenschmerzen
Schmerz allgemein, als übergeordnete Rubrik geführt
Frost, Frösteln — das zweite verzeichnete Themenfeld, meist im Zusammenhang mit dem Schmerz
aromatisch-brennende Empfindung, wie sie für Gewürzdrogen dieser Gruppe beschrieben wird
Verschlechterung
  • durch Kälte, entsprechend der Frost-Rubrik
  • durch Berührung des schmerzenden Nervenverlaufs, wie für Neuralgien allgemein beschrieben
Verbesserung
  • durch Wärme, entsprechend der frostigen Ausrichtung des Mittels
  • weitere Besserungsmodalitäten sind nicht belastbar überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Neuralgien, in Repertorien Pimenta zugeordnetSchmerzzustände allgemein mit einschießendem CharakterFrostzustände, Frösteln im Zusammenhang mit Schmerz

Abgrenzung

Pimenta steht bei den Neuralgien neben weit besser geprüften Mitteln. Bei blitzartig einschießenden Gesichtsschmerzen ist klassisch Spigelia, Magnesium phosphoricum oder Mezereum geführt, bei Frost mit Schmerz Aconitum. Pimenta ist ein selten gebrauchtes kleines Mittel, das erst nach diesen erwogen wird und dessen Datenbasis für eine sichere Unterscheidung zu schmal ist.

Verwandte Mittel

SpigeliaMagnesium phosphoricumMezereumEugenia caryophyllataAconitum napellus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.