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Materia medica · Nr. 2687

Physalia pelagica

Physala-p.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Physalia pelagica, die Portugiesische Galeere, ist kein echtes Quallentier, sondern eine Staatsqualle des offenen Atlantiks, deren Nesselfäden bei Berührung heftig brennende Quaddeln hervorrufen. In der Homöopathie ist sie ein kleines, selten verwendetes Tiermittel. Die Repertorien führen sie bei Nesselausschlag und mit einer deutlich gewichteten Verschlimmerung durch trockene Kälte.

Konstitution

KörperbauKein Konstitutionsbild überliefert; das Mittel wird über Hauterscheinung und Modalität zugeordnet.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Prüfungsangaben vor. Der einzige stärker gewichtete Zug des Mittels ist eine Verschlimmerung in trockener kalter Luft, was auf eine deutliche Kälteempfindlichkeit hinweist. Weitergehende Charakterzüge sind nicht beschrieben.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung beschränkt sich auf Haut und Kältemodalitätkleines Tiermittel ohne ausgearbeitetes Bild

Zu Physalia pelagica sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome enthalten. Bei den größeren Tiermitteln der Nesseltiere und Meerestiere beschreibt die Literatur häufig Themen von Verletzlichkeit und plötzlichem Angriff; für Physalia ist davon nichts geprüft. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die Hauterscheinung und die auffallende Verschlimmerung in trockener Kälte, nicht auf ein Gemütsbild.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Nesselausschlag, in den Repertorien unter Haut als Urtikaria geführt - entspricht der bekannten Wirkung der Nesselfäden dieses Tieres
Quaddelbildung mit brennendem Charakter, wie sie die Berührung mit der Portugiesischen Galeere hervorruft
Ausgeprägte Empfindlichkeit gegen trockene kalte Luft, in den Repertorien mit erhöhtem Grad verzeichnet
Über Haut und Kältemodalität hinaus sind keine Symptomkreise überliefert
Verschlechterung
  • Trockene kalte Luft - der am deutlichsten gewichtete Eintrag des Mittels und sein eigentliches Kennzeichen
  • Kälteeinwirkung allgemein, wie sie sich aus der genannten Modalität ableiten lässt
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Wärme ließe sich als Gegenstück zur Kälteverschlimmerung vermuten, ist aber nicht belegt

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

NesselausschlagHautausschläge mit brennendem CharakterBeschwerden mit deutlicher Verschlimmerung in trockener kalter LuftFolgen von Berührung mit Nesseltieren, wie sie die Literatur beschreibt

Abgrenzung

Bei Nesselausschlag stehen in den Repertorien Apis mellifica mit der Besserung durch Kälte und dem stechenden Schmerz, Urtica urens mit dem brennenden Jucken und Rhus toxicodendron mit der Besserung durch Bewegung und Wärme im Vordergrund. Physalia unterscheidet sich davon gerade durch die Kältemodalität: hier verschlimmert trockene kalte Luft, während Apis, das ähnlich brennende Quaddeln zeigt, Kälte sucht. Diese gegenläufige Modalität ist das praktisch brauchbarste Unterscheidungsmerkmal.

Verwandte Mittel

Apis mellificaUrtica urensMedusaRhus toxicodendronHepar sulphuris calcareum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.