Physalia pelagica, die Portugiesische Galeere, ist kein echtes Quallentier, sondern eine Staatsqualle des offenen Atlantiks, deren Nesselfäden bei Berührung heftig brennende Quaddeln hervorrufen. In der Homöopathie ist sie ein kleines, selten verwendetes Tiermittel. Die Repertorien führen sie bei Nesselausschlag und mit einer deutlich gewichteten Verschlimmerung durch trockene Kälte.
Konstitution
Gemütsbild
keine Gemütssymptome verzeichnetÜberlieferung beschränkt sich auf Haut und Kältemodalitätkleines Tiermittel ohne ausgearbeitetes Bild
Zu Physalia pelagica sind in den vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome enthalten. Bei den größeren Tiermitteln der Nesseltiere und Meerestiere beschreibt die Literatur häufig Themen von Verletzlichkeit und plötzlichem Angriff; für Physalia ist davon nichts geprüft. Wer das Mittel erwägt, stützt sich auf die Hauterscheinung und die auffallende Verschlimmerung in trockener Kälte, nicht auf ein Gemütsbild.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu
Leitsymptome
- Trockene kalte Luft - der am deutlichsten gewichtete Eintrag des Mittels und sein eigentliches Kennzeichen
- Kälteeinwirkung allgemein, wie sie sich aus der genannten Modalität ableiten lässt
- Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
- Wärme ließe sich als Gegenstück zur Kälteverschlimmerung vermuten, ist aber nicht belegt
Verlangen und Abneigungen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
NesselausschlagHautausschläge mit brennendem CharakterBeschwerden mit deutlicher Verschlimmerung in trockener kalter LuftFolgen von Berührung mit Nesseltieren, wie sie die Literatur beschreibt
Abgrenzung
Bei Nesselausschlag stehen in den Repertorien Apis mellifica mit der Besserung durch Kälte und dem stechenden Schmerz, Urtica urens mit dem brennenden Jucken und Rhus toxicodendron mit der Besserung durch Bewegung und Wärme im Vordergrund. Physalia unterscheidet sich davon gerade durch die Kältemodalität: hier verschlimmert trockene kalte Luft, während Apis, das ähnlich brennende Quaddeln zeigt, Kälte sucht. Diese gegenläufige Modalität ist das praktisch brauchbarste Unterscheidungsmerkmal.
Verwandte Mittel
Apis mellificaUrtica urensMedusaRhus toxicodendronHepar sulphuris calcareum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.