Phosphorus hydrogenatus ist die homöopathische Zubereitung des Phosphorwasserstoffs, eines farblosen, hochgiftigen Gases, das bei der Zersetzung von Phosphorverbindungen entsteht. Das überlieferte Bild ist klein und kreist um eine Reizbarkeit und Erschöpfung des Nervensystems: übersteigerte Empfindlichkeit aller Sinne, Unsicherheit der Bewegungen, Sehschwäche und stockende Sprache. Dazu treten zerbröckelnde Zähne, wie sie aus der Phosphorwirkung auf den Knochen bekannt sind.
Konstitution
Gemütsbild
Keine eigenständigen Gemütsrubriken verzeichnetÜbersteigerte Empfindlichkeit gegenüber Reizen jeder ArtRasche nervliche Erschöpfung
Das Mittel ist im Repertorium ohne Gemütsrubriken erfasst. Was über die Verfassung gesagt werden kann, ergibt sich mittelbar aus der Allgemeinrubrik der Überempfindlichkeit: Betroffene reagieren auf Sinnesreize verstärkt, was erfahrungsgemäß mit Unruhe und schneller Ermüdung einhergeht. Auffällig ist die Sprachstörung in Form des Stotterns, die im Repertorium als körperliches Zeichen geführt wird, sich in der Wahrnehmung des Kranken aber unmittelbar auf das Zutrauen zur eigenen Äußerung auswirkt. Ein durchgezeichnetes Gemütsbild wie bei Phosphorus selbst liegt nicht vor. In der Literatur ist das Mittel als Randmittel der Phosphorgruppe nicht näher beschrieben.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Sinnesreize, Lärm und Licht wegen der Überempfindlichkeit
- Anstrengung und längere Beanspruchung
- Ruhe und Reizabschirmung
- Zu weiteren Besserungen liegen keine Repertoriumsangaben vor
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei allgemeiner Überempfindlichkeit aufgeführtBei ataktischen Bewegungsstörungen genanntBei Sehschwäche ohne äußeren Befund verzeichnetKlassisch zugeordnet zu Sprachstörungen mit StotternBei brüchigen, zerbröckelnden Zähnen aufgeführtBei Durchfall genannt
Abgrenzung
Phosphorus selbst ist das weit umfassender ausgearbeitete Hauptmittel der Gruppe und zeigt die Überempfindlichkeit eingebettet in ein deutliches Gemüts-, Blutungs- und Brustbild; Phosphorus hydrogenatus bleibt demgegenüber auf wenige nervliche und knochenbezogene Züge beschränkt. Acidum phosphoricum teilt die Erschöpfung, ist jedoch durch Gleichgültigkeit und Folgen von Kummer oder Wachstum gekennzeichnet. Bei Ataxie mit Sehschwäche stehen Argentum nitricum und Alumina mit ungleich reicherem Bild. Für die zerbröckelnden Zähne wird in der Materia medica vor allem Kreosotum genannt.
Verwandte Mittel
PhosphorusAcidum phosphoricumArgentum nitricumAluminaKreosotum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.