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Materia medica · Nr. 2652

Phallus impudicus

Phal.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Phallus impudicus, die Gemeine Stinkmorchel, ist ein Pilzmittel mit schmaler Prüfungsgrundlage. Die überlieferten Angaben stammen aus Beobachtungen der Wirkung des Pilzes und betreffen Magen und Darm, den Schweiß und die Sinneswahrnehmung: Erbrechen, Bauchschmerz, klebriger Schweiß, Schwindel und ein graues Erscheinen der Gegenstände.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp beschrieben; die verzeichneten Angaben beziehen sich auf akute Zustände von Magen-Darm-Reizung mit Schwäche.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentFür Phallus impudicus ist kein charakteristisches Temperament überliefert. Die Datenlage ist schmal und beschränkt sich auf körperliche Zeichen. Neuere Autoren ordnen die Pilzmittel thematisch ein; für den praktischen Gebrauch bleiben hier die verzeichneten Angaben maßgeblich.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturKeine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetBenommenheit als Begleitung von Schwindel und Sehstörung

Das Repertorium führt für Phallus impudicus keine Gemütsrubriken. Die überlieferte Materia medica beschreibt körperliche Zeichen, insbesondere Magen-, Darm- und Wahrnehmungsangaben. Auffallend ist die Verbindung von Schwindel mit der Veränderung des Farbsehens, bei der die Gegenstände grau erscheinen; das berührt die Wahrnehmung, ohne dass daraus ein Gemütsbild abzuleiten wäre. Eine seelische Charakterisierung wäre nicht belegt und wird hier bewusst unterlassen. In der Praxis wird das Mittel über die Übereinstimmung dieser wenigen Einzelzeichen erwogen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schmerz im Magen mit Erbrechen
Schmerz im Bauch, ausdrücklich in den Därmen
Klebriger, zäher Schweiß - eine für das Mittel auffallende Angabe
Schwindel
Verändertes Farbsehen: Gegenstände erscheinen grau
Allgemeine Schwäche im Anschluss an die Magen-Darm-Beschwerden
Verschlechterung
  • Nach dem Essen bei bestehender Magenreizung
  • Aufrichten, mit Zunahme des Schwindels
Verbesserung
  • Ruhiges Liegen
  • In der Literatur sonst nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Magenschmerz mit ErbrechenBauch- und DarmschmerzenKlebriger SchweißSchwindelSehstörung mit grauem Farbeindruck

Abgrenzung

Agaricus muscarius ist das am besten ausgearbeitete Pilzmittel und durch Zuckungen, Frostgefühl wie von Eisnadeln und Sehstörungen mit Flimmern gekennzeichnet; sein Gesamtbild ist ungleich breiter belegt. Bovista lycoperdon führt Schwellungsgefühl und Blutungsneigung. Secale cornutum, ebenfalls ein Pilzpräparat, ist bei Kreislauf- und Gefäßbeschwerden ausgearbeitet. Bei Magen-Darm-Reizung mit Erbrechen und klebrigem Schweiß sind Veratrum album und Arsenicum album deutlich besser belegt. Phallus impudicus bleibt ein Mittel schmaler Datenlage.

Verwandte Mittel

Agaricus muscariusBovista lycoperdonSecale cornutumVeratrum albumArsenicum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.