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Materia medica · Nr. 241

Phosphoricum acidum

Ph-ac.

In 11.208 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Der typische Phosphoricum acidum-Patient ist durch emotionale oder körperliche Erschöpfung gekennzeichnet, die oft aus Kummer, unglücklicher Liebe oder Überforderung resultiert. Das Kernthema ist eine tiefe Entkräftung mit geistiger und körperlicher Indifferenz, bei der die Lebenskraft wie erloschen scheint.

Konstitution

KörperbauMeist schlanke, schwächliche Konstitution mit blasser Gesichtsfarbe und glasigen Augen. Oft junge Menschen oder solche, die vorzeitig gealtert sind durch Erschöpfung.
Thermalitätfrostig
TemperamentUrsprünglich oft lebhaft und sensibel, dann aber durch Erschöpfung in eine apathische Gleichgültigkeit verfallen. Reagiert kaum noch auf äußere Reize und zeigt eine auffallende emotionale Stumpfheit.

Gemütsbild

Erschöpfung durch emotionale BelastungenGleichgültigkeit und ApathieHeimweh und Sehnsucht

Der Phosphoricum acidum-Patient zeigt eine charakteristische geistige Erschöpfung mit Gleichgültigkeit gegenüber allem, was früher wichtig war. Er antwortet langsam, hat Schwierigkeiten beim Denken und Konzentrieren, und wirkt wie in sich versunken. Diese Apathie entsteht oft nach Kummer, unglücklicher Liebe oder Demütigung. Trotz der Erschöpfung ist er nicht gereizt, sondern merkwürdig gelassen und teilnahmslos.

Ängste: Angst vor geistiger Anstrengung, Sorge um die Zukunft bei völliger Kraftlosigkeit

Leitsymptome

Extreme körperliche und geistige Schwäche, besonders morgens und bei geringster Anstrengung
Unregelmäßiger, schwacher oder jagender Puls mit Herzbeschwerden
Brennende Schmerzen äußerlich, zusammenziehende Schmerzen innerlich
Kopfschmerzen durch geistige Anstrengung oder Emotionen, besonders im Hinterkopf
Verschlechterung
  • Licht (Sonnen- und Kunstlicht)
  • Sprechen und geistige Anstrengung
  • Morgens
  • Kauen
Verbesserung
  • Ruhe und Schlaf
  • Dunkelheit
  • Nach dem Essen paradoxerweise trotz Schwäche

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Erfrischende Getränke
  • Milch
Abneigung
  • Warme Speisen
  • Brot

In Repertorien häufig zugeordnet

Erschöpfungsdepression nach emotionalen BelastungenNeurasthenie und Burnout-SyndromGedächtnisschwäche und KonzentrationsstörungenHaarausfall durch Kummer oder Stress

Abgrenzung

Im Gegensatz zu China ist die Schwäche weniger durch Säfteverlust bedingt, sondern emotional verursacht. Anders als bei Gelsemium fehlt die Furcht, stattdessen herrscht Gleichgültigkeit vor.

Verwandte Mittel

ChinaGelsemiumPicric acid

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-03-21). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.