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Materia medica · Nr. 2639

Pertussinum

Pert.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pertussinum ist die Nosode des Keuchhustens, bereitet aus dem Bronchialsekret Erkrankter; in der französischen Literatur wird sie auch als Coqueluchinum geführt. Die Materia medica ordnet sie dem krampfartigen, anfallsweisen Husten zu, der in Stößen kommt und bis zum Würgen reicht, sowie zurückgebliebenen Hustenzuständen nach durchgemachtem Keuchhusten. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - Erbrechen beim Husten -, die genau diesen Kernzug trifft.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die Literatur beschreibt das Mittel über die Krankengeschichte - überstandener oder nicht ausgeheilter Keuchhusten -, klassisch bei Kindern.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentBeschrieben wird die Erschöpfung nach durchgemachten Hustenanfällen: matt, empfindlich, leicht zu Tränen gebracht. Ein eigenständiges, geprüftes Temperamentsbild liegt für die Nosode nicht vor.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetErschöpfung und Empfindlichkeit nach durchgemachten HustenanfällenAngst vor dem nächsten Anfall, aus der klinischen Beobachtung beschrieben

Für Pertussinum ist im vorliegenden Datenbestand keine Gemütsrubrik eingetragen; die einzige Angabe betrifft das Erbrechen beim Husten. Wie bei den meisten Nosoden stammen die überlieferten seelischen Züge nicht aus einer Prüfung am Gesunden, sondern aus der Beobachtung Erkrankter. Beschrieben wird die Zermürbung durch die nächtlichen Anfälle: Kinder werden anhänglich und weinerlich, schrecken vor dem Einschlafen zurück, weil der Husten meist nachts kommt, und wirken zwischen den Anfällen matt. Diese Angaben ergänzen das Bild, sind aber nicht durch Repertoriumsrubriken gestützt.

Ängste: Furcht vor dem nächsten Hustenanfall, aus der Beobachtung beschrieben, Weitere Ängste sind im Repertorium nicht verzeichnet

Leitsymptome

Erbrechen beim Husten - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe; der Anfall endet im Würgen und Erbrechen von Schleim
Krampfartiger Husten in Stößen, die sich jagen, mit ziehendem Einatmen zwischen den Stößen
Zäher, schwer zu lösender Schleim, der erst am Ende des Anfalls herauskommt
Zurückgebliebener Husten nach durchgemachtem Keuchhusten, in der Literatur der Nosode zugeordnet
Nächtliche Häufung der Anfälle mit Erschöpfung am Tag
Verschlechterung
  • Husten bis zum Erbrechen - die einzige verzeichnete Rubrik
  • Nachts und nach dem Hinlegen, in der Literatur beschrieben
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur genannt: aufrechtes Sitzen und Ruhe nach dem Anfall

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Keine Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Erbrechen beim Husten - einzige RepertoriumsrubrikKrampfartiger Husten in Anfällen, klassisch der Nosode zugeordnetNicht ausheilender Husten nach durchgemachtem KeuchhustenBeschwerden, die sich zeitlich auf einen durchgemachten Keuchhusten zurückführen lassen

Abgrenzung

Drosera rotundifolia gilt als das am breitesten geprüfte Mittel des anfallsweisen Hustens mit Würgen und ist in der Regel zuerst zu bedenken; Cuprum metallicum zeigt den Anfall mit Krampf und blauem Anlaufen, Ipecacuanha mit Übelkeit, Rasseln und sauberer Zunge, Corallium rubrum mit sehr schnell aufeinanderfolgenden Hustenstößen. Pertussinum als Nosode wird vor allem dann erwogen, wenn die Beschwerden zeitlich an einen durchgemachten Keuchhusten anschließen und gut gewählte Mittel nicht durchgreifen.

Verwandte Mittel

Drosera rotundifoliaCuprum metallicumIpecacuanhaCorallium rubrumCoccus cacti

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.