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Materia medica · Nr. 2627

Persica

Per.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Persica bezeichnet den Pfirsichbaum, in der Materia medica meist als Amygdalus persica oder Persica vulgaris geführt; verwendet werden die Blätter und die jungen Zweige des Rosengewächses. Die Literatur beschreibt das Mittel bei reizbarem Magen mit hartnäckigem Erbrechen und bei krampfartigem, keuchhustenartigem Husten. In den vorliegenden Rubriken sticht die nächtliche Verschlimmerung der Bauchbeschwerden mit hohem Grad hervor.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau wird nicht beschrieben. Die Literatur bezieht das Mittel vor allem auf Kinder mit anfallsweisem Husten und auf Menschen mit leicht reizbarem Magen.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine geprüften Angaben vor. In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnet; das Mittel wird über Magen, Bauch und Husten bestimmt.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Bauch, Magen und Atemwege erfasstEin Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar

Für Persica enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken. Die Blätter des Pfirsichbaums enthalten, wie andere Teile der Rosengewächse mit Bittermandelgeschmack, blausäureabspaltende Verbindungen; darauf beruht die überlieferte Wirkung auf Magenreizung und Hustenreiz. Die amerikanische Materia medica des neunzehnten Jahrhunderts führt das Mittel bei anhaltendem Erbrechen, das anderen Mitteln nicht wich, und beim krampfartigen Husten der Kinder. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt. Über diese Einordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Bauchbeschwerden mit deutlicher Verschlimmerung in der Nacht – in den Rubriken mit hohem Grad geführt und das kennzeichnendste Zeichen der vorliegenden Daten
Anfallsweiser, krampfartiger Husten, in den Rubriken als keuchhustenartig verzeichnet
Die Literatur beschreibt hartnäckige Übelkeit und Erbrechen bei reizbarem Magen, auch in der Schwangerschaft
In den klinischen Rubriken ist das Mittel im Zusammenhang mit Keuchhusten geführt
Beschrieben wird ferner ein Reizgefühl im Kehlkopf, das den Hustenanfall auslöst
Verschlechterung
  • Nachts, entsprechend der mit hohem Grad geführten Rubrik der nächtlichen Bauchbeschwerden
  • Anfallsweises Auftreten des Hustens, in den Rubriken als paroxysmal verzeichnet
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • Die Literatur nennt Widerwillen gegen Speisen bei reizbarem Magen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei nächtlich verschlimmerten Bauchbeschwerden aufgeführtBei anfallsweisem, krampfartigem Husten verzeichnetIn den klinischen Rubriken im Zusammenhang mit Keuchhusten geführtIn der Literatur bei hartnäckiger Übelkeit und Erbrechen beschrieben

Abgrenzung

Drosera rotundifolia ist beim krampfartigen Husten mit Anfällen kurz nach Mitternacht das große Mittel, kenntlich am Würgen und Erbrechen nach dem Anfall. Cuprum metallicum zeigt Hustenanfälle mit Starre und Blauwerden, gebessert durch einen Schluck kaltes Wasser. Bei hartnäckigem Erbrechen sind Ipecacuanha mit der reinen Zunge trotz Übelkeit und Symphoricarpus racemosus zu vergleichen. Persica bleibt ein kleines Mittel, das über die Verbindung von nächtlichen Bauchbeschwerden und anfallsweisem Husten bestimmt wird. Bei Keuchhusten ist stets ärztliche Abklärung erforderlich.

Verwandte Mittel

Drosera rotundifoliaIpecacuanhaCuprum metallicumCoccus cactiLaurocerasus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.