Persica bezeichnet den Pfirsichbaum, in der Materia medica meist als Amygdalus persica oder Persica vulgaris geführt; verwendet werden die Blätter und die jungen Zweige des Rosengewächses. Die Literatur beschreibt das Mittel bei reizbarem Magen mit hartnäckigem Erbrechen und bei krampfartigem, keuchhustenartigem Husten. In den vorliegenden Rubriken sticht die nächtliche Verschlimmerung der Bauchbeschwerden mit hohem Grad hervor.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Bauch, Magen und Atemwege erfasstEin Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar
Für Persica enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken. Die Blätter des Pfirsichbaums enthalten, wie andere Teile der Rosengewächse mit Bittermandelgeschmack, blausäureabspaltende Verbindungen; darauf beruht die überlieferte Wirkung auf Magenreizung und Hustenreiz. Die amerikanische Materia medica des neunzehnten Jahrhunderts führt das Mittel bei anhaltendem Erbrechen, das anderen Mitteln nicht wich, und beim krampfartigen Husten der Kinder. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt. Über diese Einordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Nachts, entsprechend der mit hohem Grad geführten Rubrik der nächtlichen Bauchbeschwerden
- Anfallsweises Auftreten des Hustens, in den Rubriken als paroxysmal verzeichnet
- In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
- Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- Die Literatur nennt Widerwillen gegen Speisen bei reizbarem Magen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei nächtlich verschlimmerten Bauchbeschwerden aufgeführtBei anfallsweisem, krampfartigem Husten verzeichnetIn den klinischen Rubriken im Zusammenhang mit Keuchhusten geführtIn der Literatur bei hartnäckiger Übelkeit und Erbrechen beschrieben
Abgrenzung
Drosera rotundifolia ist beim krampfartigen Husten mit Anfällen kurz nach Mitternacht das große Mittel, kenntlich am Würgen und Erbrechen nach dem Anfall. Cuprum metallicum zeigt Hustenanfälle mit Starre und Blauwerden, gebessert durch einen Schluck kaltes Wasser. Bei hartnäckigem Erbrechen sind Ipecacuanha mit der reinen Zunge trotz Übelkeit und Symphoricarpus racemosus zu vergleichen. Persica bleibt ein kleines Mittel, das über die Verbindung von nächtlichen Bauchbeschwerden und anfallsweisem Husten bestimmt wird. Bei Keuchhusten ist stets ärztliche Abklärung erforderlich.
Verwandte Mittel
Drosera rotundifoliaIpecacuanhaCuprum metallicumCoccus cactiLaurocerasus
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.