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Materia medica · Nr. 2626

Pepsinum

Peps.

Auch: Pep.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pepsinum ist die homöopathische Zubereitung des Pepsins, jenes Eiweiß spaltenden Enzyms der Magenschleimhaut, das im sauren Magensaft die Verdauung einleitet. Als Sarkode - ein Mittel aus gesundem tierischem Gewebe oder Sekret - steht es in der Reihe von Pancreatinum, Thyroidinum und ähnlichen Organzubereitungen. Der Repertoriumsbestand umfasst eine einzige klinische Angabe: die Verdauungsschwäche des Magens.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Sarkoden werden nicht über ein Erscheinungsbild, sondern über den Organbezug geführt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Pepsinum besitzt kein Prüfungsbild an Gesunden; die Zuordnung folgt der Aufgabe des Enzyms im Magen. Ein Persönlichkeitsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertAls Sarkode über den Organbezug geführt, nicht über ein SymptomenbildKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Pepsinum sind keine Gemütsrubriken besetzt; die einzige Angabe liegt im Kapitel Klinisches. Die Sarkoden gelangten im späten 19. Jahrhundert über die Organtherapie in die homöopathische Arzneimittellehre; ihre Zuordnung ergibt sich aus der Aufgabe des Ausgangsstoffs im gesunden Körper, nicht aus geprüften Symptomen. Ein Gemütsbild ist für Pepsinum nicht belegt und wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Verdauungsschwäche des Magens, Dyspepsie - die einzige kennzeichnende Angabe des Mittels
Zuordnung zum Kapitel Klinisches; ein Symptomenbild mit Schmerzcharakter, Zeit oder Begleitzeichen fehlt
Die ältere Literatur nennt Pepsin im Zusammenhang mit unzureichender Eiweißverdauung und Druckgefühl nach dem Essen
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Verdauungsschwäche des MagensDruck- und Völlegefühl nach dem Essen, wie es die ältere Literatur dem Pepsin zuordnetWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Bei Verdauungsschwäche sind Nux vomica nach überreichlichem Essen, Alkohol und sitzender Lebensweise, Lycopodium clavatum mit dem frühen Sättigungsgefühl und der Blähung des Unterbauchs, Carbo vegetabilis mit dem Aufstoßen und der Blähung schon nach kleinsten Mengen sowie Anacardium orientale mit der Besserung während des Essens die ausgearbeiteten Mittel. Robinia pseudacacia wird bei saurem Aufstoßen genannt. Pepsinum bleibt demgegenüber ein Organmittel mit einer einzigen unbestimmten Zuordnung und ohne eigene Modalitäten.

Verwandte Mittel

Nux vomicaLycopodium clavatumCarbo vegetabilisAnacardium orientalePancreatinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.