HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 2622

Penicillinum

Penic.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Penicillinum ist die homöopathische Zubereitung des Penicillins, jenes aus dem Pinselschimmel Penicillium gewonnenen Antibiotikums, das seit den 1940er Jahren in der Medizin verwendet wird. Es gehört zu den Arzneien, die aus einem Arzneistoff bereitet werden, und wird in der Literatur vor allem im Zusammenhang mit Folgezuständen nach wiederholten Antibiotikagaben und mit Unverträglichkeitsreaktionen genannt. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - die Zuordnung zur Sykose.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Das Mittel wird nicht über einen Konstitutionstyp, sondern über die Vorgeschichte des Patienten beschrieben.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentEine Arzneimittelprüfung am Gesunden, aus der sich ein Temperamentsbild ableiten ließe, ist nicht überliefert. Die Angaben der Literatur beziehen sich auf beobachtete Nachwirkungen der Behandlung, nicht auf Wesenszüge.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetKein geprüftes Gemütsbild überliefertBeschreibung des Mittels über die Vorgeschichte, nicht über die Wesensart

Für Penicillinum sind keine Gemütsangaben eingetragen. Die einzige vorhandene Rubrik ordnet das Mittel der Sykose zu, einem der von Hahnemann beschriebenen Miasmen, was über das Gemüt nichts aussagt. In der Praxisliteratur wird Penicillinum bei Menschen erwogen, deren Beschwerden sich zeitlich auf eine Antibiotikabehandlung zurückführen lassen - der wesentliche Anhaltspunkt ist also die Krankengeschichte und nicht ein charakteristisches seelisches Bild. Weitergehende Aussagen über das Gemüt wären nicht belegt.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Zuordnung zur Sykose - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Beschwerden, die zeitlich nach wiederholten Antibiotikagaben aufgetreten sind, als Anhaltspunkt der Literatur
Hautausschläge und Juckreiz nach Penicillin, aus der Beobachtung von Unverträglichkeitsreaktionen beschrieben
Verdauungsbeschwerden nach antibiotischer Behandlung, in der Praxisliteratur genannt
Verschlechterung
  • Im Repertorium sind keine Verschlimmerungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur genannt: zeitlicher Bezug zu einer vorausgegangenen Antibiotikabehandlung
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Keine Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Sykotische Zuordnung - einzige RepertoriumsrubrikBeschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit wiederholten Antibiotikagaben, in der Literatur beschriebenHautreaktionen nach Penicillin, aus der Beobachtung überliefert

Abgrenzung

Penicillinum steht in einer Reihe mit anderen aus Arzneistoffen bereiteten Mitteln wie Sulfanilamidum oder Cortisonum, die ebenfalls über die Vorgeschichte und nicht über ein geprüftes Bild gewählt werden. Von den klassisch geprüften Pilzmitteln wie Agaricus muscarius oder Secale cornutum unterscheidet es die Herkunft aus einem industriell gewonnenen Wirkstoff. Thuja occidentalis und Natrium sulphuricum werden bei sykotischer Zuordnung mit weit breiterem Symptomenbild geführt.

Verwandte Mittel

Thuja occidentalisNatrium sulphuricumSulphurCortisonum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.