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Materia medica · Nr. 2613

Pelargonium reniforme

Pelarg.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pelargonium reniforme ist eine südafrikanische Storchschnabelpflanze, deren Wurzel in der Heilkunde des südlichen Afrika seit Langem verwendet wird; zusammen mit der nahe verwandten Pelargonium sidoides bildet sie die Stammpflanze der als Umckaloabo bekannten Zubereitungen. In der Homöopathie ist sie ein sehr kleines Mittel. Der Repertoriumsbestand liegt beim Mastdarm und führt eine einzige Angabe: die Ruhr.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Das Mittel gelangte über die südafrikanische Volksheilkunde in die Arzneimittellehre und wurde nie ausführlich an Gesunden geprüft. Ein Persönlichkeitsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Repertorium rein körperbezogen geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Pelargonium reniforme sind keine Gemütsrubriken besetzt; die einzige Angabe betrifft den Mastdarm. Die traditionelle Verwendung der Wurzel im südlichen Afrika betrifft Durchfallerkrankungen und Beschwerden der Atemwege; ein homöopathisches Symptomenbild mit Modalitäten und Gemütszeichen ist daraus nicht hervorgegangen. Der bekanntere Vertreter der Familie in der Materia medica, Geranium maculatum, wird bei Blutungen und bei Magenbeschwerden geführt; sein Bild lässt sich nicht übertragen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Ruhr, blutig-schleimige Durchfälle mit Stuhldrang - die einzige kennzeichnende Angabe des Mittels
Beschwerden des Mastdarms als übergeordnete Zuordnung im Bestand
Die Volksheilkunde des südlichen Afrika nennt die Wurzel daneben bei Beschwerden der Atemwege; im Repertorium ist dieser Bezug nicht abgebildet
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Ruhrartige, blutig-schleimige DurchfälleBeschwerden des Mastdarms mit StuhldrangWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Bei ruhrartigen Zuständen sind Mercurius corrosivus mit dem quälenden, nach dem Stuhl nicht nachlassenden Drang, Colocynthis mit den krampfartigen, durch Zusammenkrümmen gebesserten Leibschmerzen, Aloe socotrina mit dem unsicheren Schließmuskel sowie Capsicum annuum mit Brennen und Frösteln die klassisch beschriebenen Mittel. Pelargonium reniforme bleibt demgegenüber ein Randmittel mit einer einzigen überlieferten Zuordnung. Blutige Durchfälle bedürfen der ärztlichen Abklärung.

Verwandte Mittel

Mercurius corrosivusColocynthisAloe socotrinaCapsicum annuumGeranium maculatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.