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Materia medica · Nr. 2610

Pediculus capitis

Ped.

In 30 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pediculus capitis ist die potenzierte Kopflaus und gehört zu den kleinen Mitteln aus dem Tierreich. Die Literatur stellt sie in engen Zusammenhang mit der Psora, der ältesten der Hahnemannschen chronischen Grundbelastungen; das Repertorium führt eigens die ererbte Psora. Das Bild ist knapp: morgendliche Schwäche, Kopfschmerz in der Stirn am Abend, Haarausfall und Hautkribbeln.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden Menschen mit psorischer Grundbelastung, also mit chronischer Neigung zu Hautbeschwerden, Juckreiz und mangelnder Reaktionskraft.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine Repertoriumsangaben vor. Bezeichnend ist die morgendliche Kraftlosigkeit: Die Schwäche ist am Morgen am größten und wird ausdrücklich für neun Uhr vormittags verzeichnet - der Tag beginnt, ohne dass die Kräfte mitkommen.

Gemütsbild

Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertMorgendliche Kraftlosigkeit und NervenschwächeStottern als Ausdruck nervöser Anspannung

Die Datenbasis enthält für Pediculus capitis keine eigentlichen Gemütsrubriken. Was in diese Richtung weist, steht in anderen Kapiteln: die Schwäche im Sinne der Entnervung, die morgens am stärksten ist, und das Stottern, das die Repertorien unter der Sprache führen. Beides zusammen deutet auf ein wenig belastbares, rasch überfordertes Nervensystem. Die Zuordnung des Mittels erfolgt in der Literatur über die psorische Grundbelastung, die klinisch ausdrücklich als ererbt verzeichnet ist - also über die miasmatische Einordnung und nicht über ein seelisches Porträt. Für mehr reicht die Datenlage nicht aus.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine charakteristischen Ängste überliefert

Leitsymptome

Schwäche und Entnervung am Morgen, ausdrücklich um neun Uhr vormittags verschlimmert
Kopfschmerz in der Stirn mit abendlicher Verschlimmerung
Haarausfall
Gänsehaut und Hautkribbeln
Kolik im Bauch und Durchfall
Überbein am Fuß; Stottern; klinisch ist die ererbte Psora verzeichnet
Verschlechterung
  • Morgens, besonders gegen neun Uhr, mit der größten Schwäche
  • Abends nimmt der Stirnkopfschmerz zu
Verbesserung
  • Ruhe und Wärme
  • Keine weiteren belastbaren Modalitäten überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Morgendliche SchwächezuständeStirnkopfschmerz mit abendlicher VerschlimmerungHaarausfallHautkribbeln und GänsehautKolik und DurchfallChronische Zustände mit psorischer Grundbelastung

Abgrenzung

Bei psorischer Grundbelastung mit Hautjucken und mangelnder Reaktionskraft ist Sulphur das ungleich ausführlicher beschriebene Hauptmittel, mit brennenden Fußsohlen, morgendlichem Durchfall und der Verschlimmerung durch Waschen. Psorinum steht bei derselben Grundlage für den auffallenden Mangel an Reaktion, üblen Geruch und ausgeprägtes Frösteln. Bei ausgeprägtem Haarausfall sind Lycopodium clavatum und Natrium muriaticum besser gezeichnet. Da alle Angaben zu Pediculus capitis nur einfach bewertet sind, ist die Zuordnung entsprechend zurückhaltend zu bewerten.

Verwandte Mittel

SulphurPsorinumLycopodium clavatumNatrium muriaticumStaphisagria

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.