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Materia medica · Nr. 2601

Parotidinum

Parot.

In 15 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Parotidinum ist eine Nosode, die aus dem Speichel bei Mumps gewonnen wird. Ihr Bezugsfeld ist entsprechend eng: Die Repertorien führen sie bei Mumps selbst, bei Schwellung der Ohrspeicheldrüse und bei den Folgezuständen, die aus der Erkrankung hervorgehen können. Sie ist ein Mittel ohne eigenes Konstitutionsbild und wird über den Krankheitszusammenhang bestimmt.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau ist nicht überliefert. Nosoden werden über den Krankheitsbezug und nicht über eine Konstitution bestimmt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegt in der Literatur nichts Belastbares vor. Beschrieben wird die Hinfälligkeit und Gereiztheit, die eine fieberhafte Drüsenerkrankung begleitet.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertGereiztheit und Mattigkeit im fieberhaften ZustandVerschreibung erfolgt über den Krankheitsbezug

Für Parotidinum sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Als Nosode wurde das Mittel nicht durch eine umfassende Prüfung am Gesunden erschlossen, sondern über den Bezug zur Erkrankung, aus deren Material es bereitet wird. Die Literatur beschreibt daher überwiegend den örtlichen Befund und die begleitenden Beschwerden. Was sich mittelbar erschließt, ist die Verdrießlichkeit und Mattigkeit eines fiebernden Kindes mit schmerzhaft geschwollenen Drüsen, das Kauen und Schlucken meidet. Für eine Verschreibung nach Gemütssymptomen ist die Grundlage zu schmal.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwellung der Ohrspeicheldrüse mit Schmerz beim Kauen und Schlucken
Mumps; das Mittel ist in den Repertorien ausdrücklich dieser Erkrankung zugeordnet
Vermehrter Speichelfluss
Entzündung der Hoden als Folgezustand, in den Rubriken als Orchitis verzeichnet
Hirnhautentzündung ist als Folgezustand ebenfalls als Eintrag geführt
In den Repertorien besteht daneben ein Eintrag zur Vorbeugung bei Mumps
Verschlechterung
  • Kauen, Schlucken, Öffnen des Mundes
  • Berührung und Druck auf die geschwollene Drüse; Kälte
Verbesserung
  • Wärme örtlich, ruhige Lage
  • Weiche, flüssige Kost

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Feste Speisen, weil Kauen und Schlucken schmerzen

In Repertorien häufig zugeordnet

MumpsSchwellung der OhrspeicheldrüseVermehrter SpeichelflussHodenentzündung als FolgezustandBeschwerden, die auf eine durchgemachte Mumpserkrankung folgen

Abgrenzung

Bei akuter Schwellung der Ohrspeicheldrüse sind Belladonna mit Hitze, Röte und Klopfen sowie Mercurius solubilis mit Speichelfluss, Mundgeruch und nächtlicher Verschlimmerung die weit häufiger genannten Mittel. Rhus toxicodendron wird bei linksseitiger Schwellung erwähnt, Pulsatilla pratensis bei Beteiligung der Hoden oder Brüste im Verlauf. Parotidinum wird als Nosode vor allem dort erwogen, wo Beschwerden auf eine durchgemachte Mumpserkrankung zurückgeführt werden und die üblichen Mittel das Bild nicht decken.

Verwandte Mittel

BelladonnaMercurius solubilisPulsatilla pratensisRhus toxicodendronJaborandi

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.