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Materia medica · Nr. 2592

Paraffinum

Paraf.

In 28 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Paraffinum ist das potenzierte Paraffin, ein wachsartiges Gemisch gesättigter Kohlenwasserstoffe aus der Erdöldestillation. Als homöopathisches Mittel ist es klein und wenig geprüft; überliefert sind vor allem Verstopfung, besonders bei Kindern, dazu Bauchbeschwerden mit Schmerz um den Nabel und in der Milzgegend sowie verstärkte und verlängerte Regelblutungen. Mit 28 niedrig bewerteten Rubriken bleibt das Bild in Umrissen.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet. Die Angaben beziehen sich auf umschriebene Verdauungs- und Unterleibsbeschwerden, nicht auf einen bestimmten Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Repertoriumsangaben vor. Paraffinum wird über den Darm- und Unterleibsbefund gefunden. Ein Gemütsbild, wie es für die verwandten Erdölzubereitungen wie Petroleum ausführlich beschrieben ist, liegt für Paraffinum nicht vor.

Gemütsbild

Kein eigenes Gemütsbild überliefertZuordnung erfolgt über den Verdauungs- und UnterleibsbefundBeschwerden werden ausschließlich körperlich beschrieben

Die Datenbasis enthält für Paraffinum keine Gemütsrubriken. Petroleum, das aus derselben Rohstoffgruppe stammt, hat ein ausgearbeitetes seelisches Bild mit Reizbarkeit, Verwirrung über den Ort und der Empfindung, doppelt zu sein; diese Züge lassen sich jedoch nicht auf Paraffinum übertragen, das ein eigenes, sehr schmal geprüftes Mittel ist. Die überlieferten Angaben betreffen Bauch, Mastdarm, Unterleib und Sehvermögen. Ein Gemütsporträt lässt sich daraus nicht ableiten; das Porträt bleibt an dieser Stelle bewusst zurückhaltend.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine charakteristischen Ängste überliefert

Leitsymptome

Verstopfung, im Repertorium ausdrücklich auch bei Kindern verzeichnet
Bauchschmerz um den Nabel und in der Milzgegend, dazu Auftreibung des Bauches
Bei Frauen: reichliche und zu lange dauernde Regelblutung; Weißfluss; Beschwerden der Gebärmutter
Magenverstimmung
Schwarze, umherschwimmende Punkte im Gesichtsfeld - eine eigentümliche Angabe des Mittels
Schmerz im Rücken entlang der Wirbelsäule; Entzündung im Zwerchfellbereich; Beschwerden der Brustdrüse
Verschlechterung
  • Anhaltende Stuhlträgheit mit zunehmender Auftreibung des Bauches
  • Während der Regelblutung
Verbesserung
  • Nach erfolgtem Stuhlgang
  • Keine weiteren belastbaren Modalitäten überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Verstopfung, auch bei KindernBauchschmerz um den Nabel und in der MilzgegendReichliche und verlängerte RegelblutungWeißflussSchwarze, umherschwimmende Punkte im GesichtsfeldRückenschmerz entlang der Wirbelsäule

Abgrenzung

Petroleum stammt aus derselben Rohstoffgruppe, ist aber ungleich besser geprüft und durch rissige, aufspringende Haut, Reisekrankheit und die Verschlimmerung im Winter gekennzeichnet; Paraffinum bleibt demgegenüber schmal beschrieben. Bei Verstopfung von Kindern sind Alumina mit dem Stuhldrang ohne Kraft, Bryonia alba mit trockenem, hartem Stuhl und Calcarea carbonica ausführlicher beschrieben. Bei umherschwimmenden Punkten im Gesichtsfeld stehen Phosphorus und Sepia im Vordergrund. Da alle Angaben nur einfach bewertet sind, ist die Zuordnung entsprechend vorsichtig zu bewerten.

Verwandte Mittel

PetroleumAluminaBryonia albaCalcarea carbonicaSepia

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.