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Materia medica · Nr. 2585

Pancrea tinum

Pancr.

Auch: Pancreat.

In 12 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Pancreatinum ist ein Organpräparat (Sarkode) aus der Bauchspeicheldrüse und wird in der homöopathischen Literatur den Organmitteln zugerechnet, nicht den geprüften Arzneimitteln im klassischen Sinn. Die überlieferten Zuordnungen betreffen die Bauchspeicheldrüse selbst, die Fettverdauung und Stoffwechselzustände. Ein Gemüts- oder Konstitutionsbild ist nicht überliefert; das Mittel wird über den Organbezug erwogen.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Als Organpräparat wird Pancreatinum nicht über ein Konstitutionsbild, sondern über den Bezug zur Bauchspeicheldrüse beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin Temperamentsbild ist für Organpräparate in der Regel nicht ausgearbeitet und liegt auch hier nicht vor. Die verzeichneten Rubriken betreffen ausschließlich körperliche Zuordnungen.

Gemütsbild

Kein Gemütsbild überliefertOrganbezug statt ArzneimittelbildZuordnung über Stoffwechsel und Verdauung

Pancreatinum gehört zu den Sarkoden, also den aus gesundem tierischem oder menschlichem Gewebe hergestellten Mitteln. Für diese Gruppe gibt es meist keine Arzneimittelprüfung am Gesunden, sondern eine Zuordnung über das Organ, aus dem sie stammen. Entsprechend liegen im Repertorium keine Gemütsrubriken vor, und die klassische Materia medica beschreibt kein seelisches Bild. Was verzeichnet ist, sind Beschwerden mit Bezug zur Bauchspeicheldrüse, zur Fettverdauung und zu Stoffwechselstörungen. Wer das Mittel erwägt, tut dies über diesen Organbezug, nicht über Gemütszeichen. Weitergehende Aussagen zur seelischen Verfassung wären nicht belegt.

Ängste: Keine Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden mit ausdrücklichem Bezug zur Bauchspeicheldrüse - der kennzeichnende Organbezug des Mittels
Durchfall, klassisch bei ungenügender Fettverdauung beschrieben
Schwellung der Ohrspeicheldrüse
Zuckerkrankheit mit Ursprung in der Bauchspeicheldrüse, in den klinischen Rubriken geführt
Gichtische Stoffwechselbeschwerden, klinisch zugeordnet
Mumps, in den klinischen Rubriken verzeichnet
Verschlechterung
  • Nach fettreichen Mahlzeiten, entsprechend dem Verdauungsbezug
  • Weitere Verschlechterungsangaben sind nicht überliefert
Verbesserung
  • Leichte, fettarme Kost
  • Nähere Besserungsangaben sind in der Literatur nicht beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Abneigung gegen fette Speisen, dem Verdauungsbezug entsprechend
  • Weitere Abneigungen sind nicht überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden der BauchspeicheldrüseDurchfall bei gestörter FettverdauungStoffwechselstörungen mit Zuckerkrankheit, klassisch zugeordnetSchwellung der OhrspeicheldrüseGichtische Beschwerden

Abgrenzung

Iris versicolor gilt als das bekannteste geprüfte Mittel mit Bezug zur Bauchspeicheldrüse und ist durch brennende Beschwerden des Verdauungstrakts und Migräne gekennzeichnet. Bei Fettunverträglichkeit mit Durchfall sind Pulsatilla und Lycopodium clavatum die umfassender ausgearbeiteten Mittel. Bei Schwellungen der Ohrspeicheldrüse führt die Literatur vor allem Mercurius solubilis und Belladonna. Pancreatinum unterscheidet sich von diesen dadurch, dass es kein geprüftes Arzneimittelbild besitzt, sondern über den Organbezug zugeordnet wird. Beschwerden der Bauchspeicheldrüse und Zuckerkrankheit gehören in ärztliche Abklärung und Behandlung.

Verwandte Mittel

Iris versicolorPulsatillaLycopodium clavatumMercurius solubilisPhosphorus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.