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Materia medica · Nr. 2555

Ovigallinae pellicula

Ovi-p.

Auch: Ovi-g-p.

In 30 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ovi gallinae pellicula ist das potenzierte Häutchen der Hühnereischale, die dünne Membran zwischen Kalkschale und Eiweiß. Als Sarkode tierischen Ursprungs ist es ein kleines Mittel mit einem deutlich erkennbaren Schwerpunkt: Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane, besonders Senkungs- und Lageveränderungen der Gebärmutter mit Rücken- und Hüftschmerzen. Mit 30 niedrig bewerteten Rubriken ist die Datenlage schmal.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden Frauen mit schwachem Halteapparat und schlaffem Bindegewebe, bei denen die Beschwerden durch körperliche Anstrengung zunehmen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Repertoriumsangaben vor. Das Mittel wird über den körperlichen Befund gefunden, insbesondere über das Senkungsbild und dessen Verschlimmerung durch Anstrengung. Ein Gemütsporträt ist in der Literatur nicht ausgearbeitet.

Gemütsbild

Kein eigenes Gemütsbild überliefertErschöpfung durch körperliche AnstrengungZuordnung erfolgt über den gynäkologischen Befund

Für Ovi gallinae pellicula enthält die Datenbasis keine Gemütsrubriken. Sarkoden aus tierischem Gewebe sind in der Regel wenig geprüft; ihr Bild ergibt sich aus klinischen Beobachtungen an einem umschriebenen Organbereich, hier an den weiblichen Geschlechtsorganen. Was sich an seelischer Belastung nennen lässt, folgt aus dem Zustand: die Mattigkeit und Entmutigung, die anhaltende Senkungsbeschwerden mit ziehenden Rücken- und Unterleibsschmerzen mit sich bringen. Ein durchgezeichnetes Gemütsporträt liegt nicht vor, und das Porträt bleibt hier bewusst zurückhaltend.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine charakteristischen Ängste überliefert

Leitsymptome

Lageveränderung und Senkung der Gebärmutter bis zum Vorfall - der Schwerpunkt des Mittels
Verschlimmerung durch körperliche Anstrengung, im Repertorium eigens verzeichnet
Regelstörungen: ausbleibende und unregelmäßige Blutung; Eierstockschmerz
Weißfluss und Jucken der äußeren Scheide
Schmerz in der Hüfte, ausdrücklich links; Rückenschmerz in den Wirbeln
Halsschmerz mit wundem Gefühl, Nasenkatarrh mit Absonderung nach hinten, Beklemmung in der Herzgegend
Verschlechterung
  • Körperliche Anstrengung, Heben und Tragen - die deutlichste Modalität des Mittels
  • Längeres Stehen, wie bei Senkungsbeschwerden allgemein beschrieben
Verbesserung
  • Liegen und Entlastung des Beckenbodens
  • Ruhe

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Senkung und Lageveränderung der GebärmutterBeschwerden nach körperlicher Anstrengung, Heben und TragenUnregelmäßige oder ausbleibende RegelblutungWeißfluss und Jucken im ScheidenbereichSchmerz in Hüfte und RückenBeklemmung in der Herzgegend

Abgrenzung

Sepia ist das ausgearbeitete Hauptmittel der Senkungsbeschwerden mit dem kennzeichnenden Drängen nach unten, dem Wunsch, die Beine zu kreuzen, und dem eigenen Gemütsbild aus Gleichgültigkeit gegenüber den Angehörigen und Besserung durch heftige Bewegung; Ovi gallinae pellicula ist demgegenüber nur in Umrissen bekannt. Calcarea carbonica und Calcarea phosphorica decken die Kalkschwäche des Halteapparats ab, Lilium tigrinum das Drängen nach unten mit ausgeprägter innerer Hast. Da alle Angaben nur einfach bewertet sind, ist die Zuordnung entsprechend vorsichtig zu bewerten.

Verwandte Mittel

SepiaCalcarea carbonicaLilium tigrinumNatrium muriaticumCalcarea phosphorica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.