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Materia medica · Nr. 2553

Ovininum

Ov.

In 13 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Ovininum ist ein aus dem Schaf gewonnenes Präparat und wird in den Repertorien mit einem einzigen, dafür sehr klaren Thema geführt: der Unverträglichkeit von Hammelfleisch. Verzeichnet sind die Verschlechterung durch Hammelfleisch, die Abneigung dagegen und Übelkeit schon beim Geruch. Ein Gesamtbild im Sinne einer ausgearbeiteten Arzneimittelprüfung liegt nicht vor.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp beschrieben; das Mittel ist ausschließlich über die Nahrungsmittelbeziehung charakterisiert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentFür Ovininum ist kein charakteristisches Temperament überliefert. Die Datenlage beschränkt sich auf die Angaben zur Hammelfleischunverträglichkeit. Eine Beschreibung des Wesens wäre nicht belegt und wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in der LiteraturKeine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetMittel ist allein über die Nahrungsmittelbeziehung bestimmt

Das Repertorium führt für Ovininum ausschließlich Angaben zu Allgemeinbefinden, Appetit und Magen, sämtlich im Zusammenhang mit Hammelfleisch. Gemütsrubriken sind nicht verzeichnet, und die Literatur beschreibt kein seelisches Bild. Das Präparat gehört zu den Mitteln, die über eine einzelne, aber eigentümliche Beziehung in die Repertorien gelangt sind. Aussagen über Gemütszüge könnten sich auf keine Quelle stützen und werden hier bewusst unterlassen. In der Praxis wird das Mittel allein anhand der auffälligen Unverträglichkeit erwogen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Verschlechterung des Allgemeinbefindens durch Hammelfleisch - die kennzeichnende Angabe des Mittels
Ausgeprägte Abneigung gegen Hammelfleisch, verzeichnet unter Appetit und Magen
Übelkeit schon beim Geruch von Hammelfleisch
Magenbeschwerden nach dem Verzehr von Fleisch
Weitere körperliche Angaben sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Hammelfleisch, gegessen oder gerochen
  • Fettes Fleisch allgemein
Verbesserung
  • Meiden des auslösenden Nahrungsmittels
  • In der Literatur sonst nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Ausgeprägte Abneigung gegen Hammelfleisch
  • Abneigung gegen Fleisch allgemein

In Repertorien häufig zugeordnet

Unverträglichkeit von HammelfleischÜbelkeit durch FleischgeruchMagenbeschwerden nach Fleischgenuss

Abgrenzung

Bei der Abneigung gegen Fleisch sind Silicea, Pulsatilla pratensis, Nitricum acidum und Graphites die breit ausgearbeiteten Mittel, die zugleich über ein vollständiges Gesamtbild verfügen. Pulsatilla pratensis ist zusätzlich durch die Verschlechterung durch fette Speisen und das kennzeichnende Gemütsbild bestimmt. Ovininum besitzt kein solches Bild; es kommt allein dann in Betracht, wenn die auffällige Beziehung zu Hammelfleisch das hervorstechende Zeichen des Falles ist und andere Mittel diese Eigentümlichkeit nicht decken.

Verwandte Mittel

Pulsatilla pratensisSiliceaNitricum acidumGraphites

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.