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Materia medica · Nr. 2538

Oroticum acidum

Orot-ac.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Oroticum acidum, die Orotsäure, ist eine körpereigene Zwischenstufe im Aufbau der Nukleinsäuren; sie wurde früher als Vitamin B13 bezeichnet und findet sich unter anderem in Molke. In der homöopathischen Literatur ist sie ein neueres, wenig verbreitetes Mittel aus der Gruppe der Säuren. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - Unabhängigkeit und Selbständigkeit -, sodass das Bild sehr schmal bleibt.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor. Ein Konstitutionstyp ist für dieses Mittel nicht ausgearbeitet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentDie einzige verzeichnete Angabe betrifft ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Selbständigkeit. Für die Säuren allgemein beschreibt die neuere Literatur einen Wechsel von Anspannung und Erschöpfung: eine lange getragene Anstrengung, die schließlich in Kraftlosigkeit umschlägt.

Gemütsbild

Unabhängigkeit und Selbständigkeit - die einzige verzeichnete AngabeBedürfnis, ohne fremde Hilfe zurechtzukommenErschöpfung nach langer Anspannung, für die Säuren allgemein beschrieben

Die einzige im Repertorium eingetragene Rubrik gehört zum Gemüt und betrifft die Unabhängigkeit: das Bestreben, selbst zurechtzukommen und sich nicht helfen zu lassen. In der neueren Literatur zu den Säuren wird ein solcher Zug als Vorstufe der Erschöpfung gedeutet - jemand hält lange allein durch, bis die Kräfte nachlassen. Für Oroticum acidum ist das eine Einordnung nach Gruppenzugehörigkeit, keine durch Prüfungssymptome belegte Beschreibung. Weitere Gemütsangaben liegen im Datenbestand nicht vor.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Körperliche Symptome sind im Repertorium nicht verzeichnet; die einzige Angabe betrifft das Gemüt
Für die Gruppe der Säuren wird allgemein Schwäche nach Überanstrengung beschrieben
Der Stoff selbst gehört zum Aufbau der Erbsubstanz und ist am Stoffwechsel der Leber beteiligt; ein homöopathisches Organbild ist daraus nicht abgeleitet
Verschlechterung
  • Im Repertorium sind keine Verschlimmerungsumstände verzeichnet
  • Für die Säuren allgemein: anhaltende körperliche oder seelische Überanstrengung
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Keine Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Ausgeprägtes Bedürfnis nach Unabhängigkeit - einzige RepertoriumsrubrikErschöpfungszustände nach langer Anstrengung, für die Säurenmittel allgemein aufgeführtDarüber hinaus keine gesicherten Anwendungsgebiete überliefert

Abgrenzung

Die breit geprüften Säuren geben das Feld deutlicher wieder: Phosphoricum acidum steht für die Stumpfheit nach Kummer und Auszehrung, Picricum acidum für die geistige Ermüdung nach Überarbeitung, Sarcolacticum acidum für die muskuläre Erschöpfung. Oroticum acidum bringt zu diesen Bildern nur die eine Angabe der Unabhängigkeit mit und wird daher fast ausschließlich im Rahmen der Gruppenbetrachtung genannt.

Verwandte Mittel

Phosphoricum acidumPicricum acidumSarcolacticum acidumAceticum acidum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.