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Materia medica · Nr. 2532

Origanum vulgare

Orig-v.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Origanum vulgare, der Dost oder wilde Majoran, ist ein aromatischer Lippenblütler, dessen ätherisches Öl seit langem in Küche und Volksheilkunde verwendet wird. In der homöopathischen Literatur wird die Gattung Origanum mit einem eng umgrenzten Bild geführt: gesteigerter Geschlechtstrieb mit innerer Unruhe, klassisch bei jungen Menschen beschrieben, wobei sich die älteren Quellen meist auf Origanum majorana beziehen. In OpenHomeopath liegt für Origanum vulgare nur eine einzige Rubrik vor - die Zuordnung zur Sykose.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine kennzeichnenden Angaben vor; die Literatur beschreibt das Mittel über den seelisch-geschlechtlichen Erregungszustand.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentÜberliefert ist ein Zustand innerer Erregung und Getriebenheit: unruhig, leicht entflammbar, mit Gedanken, die immer wieder in dieselbe Richtung laufen. Diese Beschreibung stammt aus der älteren Materia medica zur Gattung Origanum und ist durch die vorliegende Rubrik nicht gestützt.

Gemütsbild

Gesteigerter Geschlechtstrieb mit innerer Unruhe (klassische Angabe zur Gattung)Getriebenheit, Gedanken kehren immer zum selben Thema zurückKeine Gemütsrubriken im vorliegenden Datenbestand

Im Repertorium ist für Origanum vulgare keine Gemütsrubrik verzeichnet; die einzige Angabe betrifft die Zuordnung zur Sykose, eines der von Hahnemann beschriebenen Miasmen, was über das Gemüt nichts aussagt. Die ältere Materia medica beschreibt für die Gattung Origanum einen Zustand geschlechtlicher Übererregung: eine Unruhe, die den Schlaf stört, Gedanken, die sich nicht abstellen lassen, und ein Drängen, das den Betroffenen selbst beschwert. Clarke und Boericke führen dieses Bild vor allem unter Origanum majorana. Für Origanum vulgare als eigenständiges Mittel ist es nicht gesondert geprüft.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, Scham und Bedrängnis wegen der eigenen Erregung, in der älteren Literatur angedeutet

Leitsymptome

Zuordnung zur Sykose - die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe des Mittels
Gesteigerter Geschlechtstrieb mit körperlicher Unruhe, klassisch zur Gattung Origanum beschrieben
Ruheloser, unterbrochener Schlaf infolge der Erregung
Weitere Organsymptome sind nicht gesichert überliefert
Verschlechterung
  • Im Repertorium sind keine Verschlimmerungsumstände verzeichnet
  • In der älteren Literatur: abends und im Bett, im Zusammenhang mit der beschriebenen Erregung
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
  • In der älteren Literatur: körperliche Betätigung und Beschäftigung im Freien

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Keine Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Sykotische Zuordnung - einzige RepertoriumsrubrikZustände geschlechtlicher Übererregung mit Unruhe, klassisch zur Gattung Origanum aufgeführtSchlafstörungen im Zusammenhang mit dieser Erregung

Abgrenzung

Innerhalb der Gattung ist Origanum majorana das besser belegte Mittel; die klassischen Angaben zur geschlechtlichen Übererregung stehen dort. Platinum metallicum kennt denselben Zustand, verbindet ihn aber mit Hochmut und dem Gefühl der eigenen Größe; Hyoscyamus niger zeigt ihn enthemmt und ohne Scham, Lachesis muta mit Redefluss und Argwohn. Origanum vulgare bringt im vorliegenden Datenbestand keine eigenen Unterscheidungsmerkmale mit.

Verwandte Mittel

Origanum majoranaPlatinum metallicumHyoscyamus nigerLachesis mutaCantharis vesicatoria

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.