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Materia medica · Nr. 2529

Oreodaphne californica

Oreo.

In 4 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Oreodaphne californica, der Kalifornische Lorbeer (Umbellularia californica), ist ein kleines, selten geprüftes Pflanzenmittel aus der Familie der Lorbeergewächse. Die wenigen vorliegenden Repertoriumsrubriken kreisen ausschließlich um den Kopf und dort um Schmerz in Stirn und Hinterhaupt. Die ältere Literatur bringt das Mittel mit Beschwerden nach Einatmen der stark riechenden ätherischen Öle der Pflanze in Verbindung.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen in der Literatur keine näheren Angaben vor.
Thermalitätwechselnd
TemperamentEin eigenständiges Konstitutionsbild ist für Oreodaphne nicht überliefert. Das Mittel ist als kleines, wenig geprüftes Arzneimittel beschrieben, das über einzelne auffällige Beschwerden und nicht über ein Wesensbild gefunden wird. Angaben zum Temperament wären daher Spekulation.

Gemütsbild

keine gesicherten Gemütssymptome überliefertBenommenheit und Betäubungsgefühl im Zusammenhang mit KopfbeschwerdenErschöpfung nach langanhaltendem Kopfschmerz

In OpenHomeopath liegen für Oreodaphne californica keine Rubriken aus dem Gemütskapitel vor. Die klassische Materia medica beschreibt das Mittel fast ausschließlich über körperliche Symptome. Was an seelischer Beteiligung genannt wird, ist Folge der Kopfsymptomatik: Benommenheit, Dumpfheit, Unfähigkeit zu geistiger Anstrengung während des Schmerzes. Ein eigenständiges Gemütsbild im Sinne der Konstitutionsmittel ist nicht beschrieben. Wer das Mittel erwägt, wird sich an den Kopfsymptomen und deren Modalitäten orientieren.

Ängste: keine charakteristischen Ängste überliefert, in der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Kopfschmerz allgemein — die deutlichste und am häufigsten geführte Zuordnung des Mittels
Schmerz in der Stirn — in den Rubriken eigens aufgeführt
Schmerz im Hinterhaupt — ebenfalls eigens verzeichnet
Kopfbeschwerden nach Einatmen stark riechender Substanzen oder ätherischer Öle, wie sie die Pflanze selbst enthält (Angabe der älteren Literatur)
Verschlechterung
  • durch starke Gerüche und ätherische Öle (Literaturangabe)
  • durch geistige Anstrengung, wie bei Kopfschmerzmitteln allgemein beschrieben
Verbesserung
  • an frischer Luft, wie für Kopfschmerzen dieser Art beschrieben
  • im Übrigen liegen keine gesicherten Besserungsmodalitäten vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Kopfschmerz, in Repertorien mit Stirn- und Hinterhauptbetonung geführtBeschwerden nach Einwirkung stark riechender Pflanzenöle, wie in der älteren Materia medica genanntin der Literatur vereinzelt bei Beschwerden im weiblichen Becken erwähnt, ohne belastbare Rubriken in der vorliegenden Datenbasis

Abgrenzung

Oreodaphne ist ein kleines Mittel mit sehr schmaler Symptombasis und tritt fast nur bei Kopfschmerz in Erscheinung. Bei berstendem Stirnkopfschmerz mit Besserung durch festes Umbinden ist klassisch eher Belladonna oder Bryonia geführt, bei Hinterhauptschmerz mit Steifigkeit eher Gelsemium. Oreodaphne wird nur dann erwogen, wenn die Kopfsymptomatik in Zusammenhang mit dem Einatmen aromatischer Substanzen steht.

Verwandte Mittel

BelladonnaGelsemiumBryoniaCamphora

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.