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Materia medica · Nr. 2526

Opuntia vulgaris

Opun-v.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Opuntia vulgaris, der Feigenkaktus oder Opuntienkaktus, gehört wie Cactus grandiflorus zu den Kakteengewächsen, ist in der Materia medica jedoch ein kleines und wenig geprüftes Mittel. Die Repertorien führen es bei Schmerz in der Milzgegend, bei Übelkeit mit Durchfall und bei anhaltender, schmerzhafter Gliedsteife. Das Bild ist schmal und stützt sich auf wenige Prüfungsangaben der amerikanischen Literatur.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau wird nicht beschrieben; das Mittel ist über einzelne körperliche Zeichen bestimmt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine geprüften Angaben vor. Das ausgearbeitete Gemütsbild der Kakteengewächse mit Beklemmung, Todesfurcht und dem Gefühl eines eisernen Reifens gehört zu Cactus grandiflorus und ist auf Opuntia vulgaris nicht übertragen.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Milzgegend, Darm und Geschlechtsorgane erfasstEin eigenständiges Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar

Für Opuntia vulgaris enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken. Der Feigenkaktus ist in Mittelamerika beheimatet und als Nutzpflanze weit verbreitet; in die Homöopathie kam er über amerikanische Prüfungen des neunzehnten Jahrhunderts, die nur wenige Symptome ergaben. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt deshalb. Wo in der Literatur von der Beklemmung und Angst der Kaktusmittel die Rede ist, bezieht sich das auf Cactus grandiflorus, ein gänzlich anderes und weit besser geprüftes Herzmittel. Die Verwandtschaft der Pflanzenfamilie allein rechtfertigt keine Übertragung. Über diese Einordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur zu diesem Mittel nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schmerz in der Milzgegend, in den Rubriken ausdrücklich als eigener Eintrag geführt – das kennzeichnendste Zeichen des Mittels
Durchfall mit gleichzeitiger Übelkeit, in den Rubriken als eigene Verknüpfung verzeichnet
Anhaltende, schmerzhafte Gliedsteife der männlichen Geschlechtsorgane, in den Rubriken geführt
Die Literatur nennt zusätzlich Übelkeit mit Aufstoßen und ein Gefühl von Vollheit im linken Oberbauch
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu verschlechternden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Schmerz in der Milzgegend aufgeführtBei Durchfall mit begleitender Übelkeit verzeichnetBei anhaltender schmerzhafter Gliedsteife genannt

Abgrenzung

Ceanothus americanus ist bei Beschwerden der Milzgegend das bekanntere Mittel, kenntlich am ausdrücklichen Schmerz unter dem linken Rippenbogen mit Kälteempfindlichkeit. Cactus grandiflorus gehört zur selben Pflanzenfamilie, ist aber ein Herzmittel mit dem kennzeichnenden Gefühl eines zusammenschnürenden eisernen Reifens. Bei anhaltender schmerzhafter Gliedsteife sind Picricum acidum und Cantharis zu vergleichen. Opuntia vulgaris bleibt ein kleines Mittel, dessen Anwendung sich auf die wenigen verzeichneten Zeichen stützt.

Verwandte Mittel

Ceanothus americanusCactus grandiflorusPicricum acidumCantharisAnacardium orientale

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.