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Materia medica · Nr. 3631

olibanum sacrum

olib-sac

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Olibanum sacrum ist der Weihrauch, das getrocknete Harz des Weihrauchbaumes (Boswellia, Balsambaumgewächse) aus Arabien und Ostafrika. Als Räucherstoff gehört er seit der Antike zum religiösen Gebrauch vieler Kulturen. In der klassischen Materia medica ist er nicht enthalten; das Mittel stammt aus dem Umfeld neuerer Prüfungen. In OpenHomeopath liegt nur eine einzige Rubrik vor - die Empfindung, in Gefahr zu sein -, sodass das Bild sehr schmal bleibt.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine Angaben vor; die vorhandene Überlieferung betrifft ausschließlich das Gemüt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentAus der einzigen verzeichneten Rubrik lässt sich nur ein Zug ableiten: ein Zustand von Bedrohtsein, in dem jemand Gefahr wittert, ohne dass ein äußerer Anlass erkennbar wäre. Ein ausgearbeitetes Temperamentsbild ist nicht überliefert.

Gemütsbild

Empfindung, in Gefahr zu sein - die einzige verzeichnete AngabeAhnung von drohendem Unglück ohne erkennbaren AnlassBezug des Stoffes zu Schutz, Reinigung und religiöser Handlung

Die einzige im Repertorium verzeichnete Angabe gehört zum Gemüt: die Wahnidee beziehungsweise Empfindung, in Gefahr zu sein. Gemeint ist ein inneres Alarmgefühl - die Überzeugung, es werde gleich etwas geschehen, ohne dass sich ein Grund benennen ließe. Bemerkenswert ist die Nähe dieses Zuges zur überlieferten Verwendung des Stoffes: Weihrauch wurde über Jahrhunderte geräuchert, um Räume zu schützen und Unheil fernzuhalten. Ob sich daraus ein tragfähiges Mittelbild ergibt, lässt der Datenbestand offen; weitere Prüfungssymptome liegen hier nicht vor.

Ängste: Furcht, es werde ein Unglück geschehen, Gefühl von Bedrohung ohne benennbaren Anlass

Leitsymptome

Körperliche Symptome sind im Repertorium nicht verzeichnet
Die einzige Angabe des Mittels betrifft das Gemüt
Aus dem stofflichen Gebrauch als Räucherharz ergibt sich eine Beziehung zu den Atemwegen, die im Datenbestand jedoch nicht belegt ist
Verschlechterung
  • Im Repertorium sind keine Verschlimmerungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Im Repertorium sind keine Besserungsumstände verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Verlangen überliefert
  • Im Repertorium nicht verzeichnet
Abneigung
  • Keine Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Empfindung, in Gefahr zu sein - einzige RepertoriumsrubrikZustände von Bedrohungsgefühl ohne erkennbaren AnlassDarüber hinaus keine gesicherten Anwendungsgebiete überliefert

Abgrenzung

Das Gefühl drohender Gefahr ist bei zahlreichen breit geprüften Mitteln verzeichnet: Aconitum napellus mit plötzlicher, heftiger Todesangst, Arsenicum album mit ruheloser Angst um die eigene Sicherheit, Stramonium mit dem Schrecken vor dunklen, bedrohlichen Bildern. Diese Mittel bringen jeweils ein vollständiges Symptomenbild mit, während bei Olibanum sacrum nur diese eine Angabe vorliegt. Andere Harze und Räucherstoffe wie Myrrha oder Styrax stehen dem Stoff botanisch und im Gebrauch nahe.

Verwandte Mittel

MyrrhaAconitum napellusArsenicum albumStramonium

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.