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Materia medica · Nr. 338

Oleum animale aethereum

Ol-an.

In 1.918 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Oleum animale aethereum, das ätherische Tieröl nach Dippel, wird aus der trockenen Destillation tierischer Stoffe gewonnen und gehört zu den älteren, selten verordneten Mitteln der Materia medica. Kennzeichnend sind ziehende Schmerzen, die nach oben oder nach außen wandern, ein Urin mit dem Geruch von Fischlake und die Empfindung, die Brustwarzen würden nach innen gezogen. Im Gemüt beschreibt die Literatur Geistesabwesenheit und ein Kreisen um die eigene Gesundheit.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben; das Mittel ist selten geprüft und wird vorwiegend anhand einzelner kennzeichnender Empfindungen beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie Rubriken nennen Geistesabwesenheit, Versunkenheit in Gedanken und eine hypochondrische Verfassung. Beschrieben wird ein in sich gekehrter Mensch, der mit den Gedanken abwesend ist und seine körperlichen Empfindungen aufmerksam beobachtet.

Gemütsbild

Geistesabwesenheit, in Gedanken verlorenHypochondrische Beschäftigung mit dem eigenen BefindenZerstreutheit mit Mühe, den Faden zu haltenEmpfindlichkeit gegen Gerüche, auch gegen den eigenen

Die vorliegenden Rubriken heben im Gemüt zwei Züge hervor: eine ausgeprägte Geistesabwesenheit, ein Versunkensein in Gedanken bei gleichzeitiger Zerstreutheit, und eine hypochondrische Verfassung, in der die Aufmerksamkeit beim eigenen Körper bleibt. Passend dazu ist verzeichnet, dass die Betroffenen Gerüche an sich selbst wahrnehmen. Die klassische Literatur beschreibt Oleum animale als wenig ausgearbeitetes Mittel; ein umfassendes seelisches Bild ist nicht überliefert. Was vorliegt, weist auf einen nach innen gewandten Zustand hin, in dem die Umgebung nur am Rand wahrgenommen wird. Über diese Angaben hinaus ist das Gemüt in der Literatur nicht näher beschrieben.

Ängste: Sorge um die eigene Gesundheit im Sinne einer hypochondrischen Verfassung, In den vorliegenden Rubriken keine weiteren Angstrubriken ausgewiesen

Leitsymptome

Urin mit auffallendem Geruch nach Fischlake oder Salzlake: das bekannteste Kennzeichen des Mittels
Empfindung, die Brustwarzen würden nach innen gezogen, dazu ein nach vorn ziehendes Gefühl in den Brüsten
Ziehende Schmerzen, die nach oben wandern, und stechende Schmerzen, die nach außen gerichtet sind
Zucken des linken Oberlids; ziehendes Gefühl in der Leisten- und Schamgegend
Gefühl, als sei der Magen voller Wasser; würgendes, zuschnürendes Gefühl im Rachen
Dunkle Regelblutung mit begleitenden Bauch- und Kopfbeschwerden; unterdrückter Fußschweiß mit nachfolgenden Beschwerden
Verschlechterung
  • Nachmittags
  • Beim Schlucken
  • Vor und während der Regelblutung
  • Bei unterdrücktem Fußschweiß
Verbesserung
  • Reiben der schmerzenden Stelle
  • Ruhe
  • Frische Luft
  • Aufrechte Haltung

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Verlangen nach Eiern ist ausdrücklich verzeichnet
  • In der Literatur darüber hinaus nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Ekel vor Speisen ist verzeichnet
  • In der Literatur darüber hinaus nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Urin mit auffallendem Geruch nach Fischlake aufgeführtKlassisch zugeordnet zur Empfindung, die Brustwarzen würden nach innen gezogenBei ziehenden, nach oben oder außen gerichteten Schmerzen genanntBei Zucken der Augenlider verzeichnetBei Beschwerden nach unterdrücktem Fußschweiß in der Literatur beschriebenBei Reizhusten durch Kitzeln in der Luftröhre aufgeführt

Abgrenzung

Da nur wenige kennzeichnende Symptome überliefert sind, erfolgt die Abgrenzung meist über die Einzelempfindungen. Der auffallende Uringeruch grenzt das Mittel gegen die übrigen Mittel mit veränderter Harnbeschaffenheit ab, etwa gegen Nitricum acidum mit seinem stark riechenden, dunklen Urin. Für die nach innen gezogenen Brustwarzen wird in der Literatur auch Silicea genannt, dort jedoch mit ausgeprägter Frostigkeit und Eiterneigung. Bei ziehenden, nach oben wandernden Schmerzen ist Ledum palustre zu bedenken, das seine Schmerzen ebenfalls aufsteigen lässt, dabei aber Kälte bevorzugt und Bettwärme nicht erträgt.

Verwandte Mittel

SiliceaPulsatillaArsenicum albumSulphurTellurium metallicumNux vomica

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.