Nuphar luteum, die Gelbe Teichrose, ist in den Repertorien vor allem durch zwei Bereiche vertreten: den völligen Verlust des Geschlechtstriebs beim Mann mit ausbleibenden Erektionen und Samenabgang ohne Erregung sowie eine schmerzlose, frühmorgendliche Durchfallneigung. Kennzeichnend ist ein Zustand allgemeiner Erschöpfung, in dem sich der Körper wie entnervt anfühlt und Beschwerden nach dem Stuhlgang nachlassen.
Konstitution
Gemütsbild
Mitgefühl und Teilnahme am Ergehen andererKraftlosigkeit und EntnervungErloschenes sexuelles Interesse ohne BedauernZurückgezogenheit bei körperlicher Schwäche
Die vorliegenden Gemütsrubriken sind sparsam und nennen vor allem eine mitfühlende, mitleidsvolle Wesensart. Die klassische Materia medica schildert Nuphar luteum weniger als Gemütsmittel denn als Mittel der körperlichen Entnervung: Der Antrieb fehlt, die Empfindungen sind gedämpft, sexuelle Regungen bleiben aus, ohne dass darüber besondere Erregung entstünde. Beschrieben wird ein Zustand nach langem Kräfteverlust, in dem der Betroffene sich matt und wie ausgehöhlt erlebt. Weitergehende seelische Züge sind in der Literatur nicht näher beschrieben.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Sorge um die eigene sexuelle Leistungsfähigkeit
Leitsymptome
- Vor dem Stuhlgang, mit Bauchschmerz
- Frühe Morgenstunden, besonders 5 bis 6 Uhr
- Abends, mit zunehmender Schwäche
- Anstrengung und längeres Stehen
- Nach dem Stuhlgang lassen die Bauchschmerzen nach
- Druck auf schmerzende Stellen, etwa am Oberschenkel
- Ruhe und Liegen
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Speiseverlangen verzeichnet
- Abneigung gegen geschlechtliche Betätigung, dem eigenen Empfinden nach ohne Verlangen
- In der Literatur keine besonderen Speiseabneigungen beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
Sexuelle Schwäche des Mannes mit ausbleibenden Erektionen, in Repertorien mehrfach aufgeführtSamenverlust ohne Erregung, auch beim StuhlgangSchmerzloser Morgendurchfall, der aus dem Bett treibtErschöpfungszustände nach zehrenden ErkrankungenHautausschläge, in älteren Quellen auch nach Kontakt mit Giftsumach genannt
Abgrenzung
Agnus castus teilt die sexuelle Erschöpfung mit fehlender Erektion, verbindet sie jedoch mit ausgeprägter Traurigkeit und der Vorstellung, bald zu sterben. Selenium zeigt ebenfalls Samenverlust und Schwäche, dort aber mit lebhafter Vorstellung bei körperlichem Unvermögen. Beim frühmorgendlichen Durchfall steht Sulphur nahe, dessen Stuhl jedoch brennend und übelriechend beschrieben wird und mit Hitze und Hautjucken einhergeht; Nuphar luteum kennzeichnet die Schmerzlosigkeit.
Verwandte Mittel
Agnus castusSeleniumSulphurConium maculatumChina officinalis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.