Nectrianinum ist ein Pilzpräparat, gewonnen aus Nectria ditissima, einem Schlauchpilz, der an Obstbäumen den sogenannten Obstbaumkrebs verursacht. In die homöopathische Literatur ist es Ende des 19. Jahrhunderts als Nosode eingegangen; Clarke führt es in seinem Wörterbuch. Eine eigentliche Arzneimittelprüfung liegt nicht vor, das Bild ist rein klinisch überliefert und in den Repertorien auf wenige Einträge beschränkt.
Konstitution
Gemütsbild
Kein geprüftes Gemütsbild überliefertIn den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenZuordnung ausschließlich über klinische Beobachtung
Zu Nectrianinum liegen keine Gemütssymptome aus einer Prüfung vor. Die alten Quellen, allen voran Clarke, beschreiben das Mittel als Nosode aus dem Pilz des Obstbaumkrebses und nennen ausschließlich die klinische Verwendungsrichtung. In den Repertorien erscheint es dementsprechend nur unter klinischen Rubriken, nicht im Gemütskapitel. Wer das Mittel erwägt, tut dies nicht anhand eines Gemütsbildes, sondern anhand der überlieferten klinischen Zuordnung. Ein Vergleich mit ausgearbeiteten Mitteln der Materia medica ist auf dieser Grundlage nicht möglich.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien unter den klinischen Rubriken zu Krebsleiden aufgeführtAusdrücklich beim Epitheliom verzeichnetHistorisch als Pilznosode in der Krebsbehandlung des 19. Jahrhunderts genanntDarüber hinaus keine gesicherten Anwendungsgebiete überliefert
Abgrenzung
Nectrianinum steht in der Gruppe der klinisch überlieferten Krebsnosoden und Pilzmittel und ist von den ausgearbeiteten Mitteln dieses Feldes deutlich zu trennen. Carcinosinum verfügt über ein breit beschriebenes Gemüts- und Konstitutionsbild mit Pflichtgefühl, Empfindlichkeit und Verlangen nach Schokolade, das bei Nectrianinum vollständig fehlt. Auch Condurango, Hydrastis canadensis und Conium maculatum, die klassisch bei Epithelialbildungen genannt werden, tragen ein eigenes Symptomenbild mit Modalitäten. Nectrianinum bleibt demgegenüber eine reine klinische Zuordnung ohne Prüfungsgrundlage.
Verwandte Mittel
CarcinosinumCondurangoHydrastis canadensisConium maculatumSecale cornutum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.