Natrium phosphoricum ist das neunte der Schüßler-Salze und zugleich ein Mittel der klassischen Materia medica. Sein Kernthema ist die Übersäuerung: saures Aufstoßen, saures Erbrechen, saurer Schweiß und saurer Stuhlgeruch. Beschrieben werden empfindliche, rasch erschöpfte Menschen, oft Kinder, die Milch und Fett schlecht vertragen und schon durch kleine Reize auffahren.
Konstitution
Gemütsbild
Nervöse Erschöpfung und NeurasthenieSchreckhaftigkeit, Auffahren durch GeräuscheTeilnahmslosigkeit und ApathieFurcht, es werde etwas geschehenNächtliche Ängstlichkeit
Die Repertorien zeichnen ein feinnerviges, leicht erschöpfliches Gemüt. Verzeichnet sind Nervenschwäche und Neurasthenie, Auffahren durch Geräusche und bei leisesten Anlässen sowie eine Teilnahmslosigkeit, die den Betroffenen nach der Überreizung erfasst. An Ängsten führen die Rubriken die Furcht, es werde sich etwas ereignen, und Ängstlichkeit in der Nacht. Charakteristisch ist ferner die Empfindlichkeit gegenüber Musik, die traurig stimmen kann. Die klassische Literatur beschreibt junge Menschen in Wachstums- und Anspannungsphasen, die geistig rasch ermüden, nach Anstrengung Kopfschmerzen entwickeln und deren nervöse Erschöpfung durch nächtliche Samenverluste unterhalten wird.
Ängste: Furcht, es werde etwas Unangenehmes geschehen, Ängstlichkeit in der Nacht, Schreckhaftigkeit gegenüber Geräuschen
Leitsymptome
- Durch Milch, Fett und saure Speisen
- Nach Überessen
- Abends
- Durch geistige Anstrengung und Augenarbeit
- Nach dem Geschlechtsverkehr
- Nach dem Essen (ein Teil der Magenbeschwerden)
- Durch Ruhe und Schlaf
- An kühler, frischer Luft
- Durch Aufstoßen und Blähungsabgang
Verlangen und Abneigungen
- Süßigkeiten und reichliche Mahlzeiten, die anschließend schlecht bekommen
- Zu weiteren Verlangen liegen keine belastbaren Rubriken vor
- Milch
- Brot
- Fette Speisen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Übersäuerungszeichen mit saurem Aufstoßen und Erbrechen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Verdauungsbeschwerden nach Milch und FettGenannt bei Beschwerden durch MadenwürmerVerzeichnet bei nervöser Erschöpfung mit SchreckhaftigkeitAufgeführt bei Kopfschmerzen nach geistiger Anstrengung und AugenarbeitGenannt bei rahmig-gelbem Fluor und Belag am Gaumen
Abgrenzung
Calcium carbonicum teilt die saure Ausdünstung und die Milchunverträglichkeit, zeigt aber den schwitzenden Kopf, die Ängstlichkeit und die pastöse Konstitution deutlicher. Rheum hat den durchdringend sauren Geruch beim zahnenden Kind mit Kolik, ohne den rahmigen Gaumenbelag. Magnesium carbonicum betrifft ebenfalls sauren Kinderdurchfall bei Milchunverträglichkeit. Für Natrium phosphoricum sprechen der gelblich-cremige Belag, die Fettunverträglichkeit und die nervöse Erschöpfung.
Verwandte Mittel
Calcium carbonicumRheum palmatumMagnesium carbonicumCinaKalium sulfuricum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.