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Materia medica · Nr. 2388

Natrium iodatum

Nat-i.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Natrium iodatum, das Natriumjodid, verbindet die Natriumreihe mit der Jodgruppe der Materia medica. Die Repertorien führen es beim jährlich wiederkehrenden Schnupfen, also dem Heuschnupfen, bei Halsschmerzen im Rachenbereich und bei Herzbeschwerden. In der älteren Literatur wird es überdies im Zusammenhang mit rheumatischen Beschwerden und Gefäßverhärtung genannt, ist aber insgesamt nur klein geprüft.

Konstitution

KörperbauKein ausgearbeiteter Konstitutionstyp; die Jodmittel werden in der Literatur allgemein bei magerer, zehrender Erscheinung genannt, für Natrium iodatum ist dies jedoch nicht eigens belegt.
Thermalitätwarmblütig
TemperamentEin eigenes Temperamentsbild ist nicht ausgearbeitet. Die Jodverbindungen gelten in der klassischen Literatur als eher warmblütig, unruhig und getrieben, die Natriumverbindungen als in sich gekehrt; wie sich beides in diesem Salz verbindet, beschreiben die Quellen nicht. Die Angabe zur Wärme folgt daher der Stoffgruppe und nicht einer eigenen Prüfung.

Gemütsbild

keine eigenen Gemütsrubriken verzeichnetZuordnung erfolgt über Atemwege, Rachen und HerzGemütszüge der Stoffgruppe sind für dieses Salz nicht belegt

Zu Natrium iodatum enthalten die vorliegenden Rubriken keine Gemüts- oder Geistessymptome. Beide Bestandteile des Salzes tragen in der Materia medica sonst deutliche Gemütsbilder - Natrium muriaticum die verschlossene Kränkbarkeit, Iodum die getriebene Unruhe mit Hast -, doch für diese Verbindung ist keines von beiden geprüft. In der Praxis wird das Mittel daher über die körperlichen Zeichen erwogen, insbesondere über den jahreszeitlich wiederkehrenden Schnupfen. Eine Ausdeutung der Seelenlage aus den Ausgangsstoffen wäre nicht durch Quellen gedeckt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Jährlich wiederkehrender Schnupfen, in den Repertorien ausdrücklich als Heuschnupfen geführt - der kennzeichnendste Eintrag dieses Mittels
Halsschmerzen mit Sitz im Rachen, unter Hals innerer verzeichnet
Herzbeschwerden, unter Herz und Kreislauf allgemein aufgeführt
Die ältere Literatur nennt das Mittel zudem bei rheumatischen Gelenkbeschwerden und bei Verhärtung der Gefäße
Verschlechterung
  • Jahreszeitlich gebunden, entsprechend dem Auftreten des Heuschnupfens
  • Wärme wird für die Jodmittel allgemein genannt, ist für dieses Salz aber nicht eigens repertorisiert
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Frische Luft wird bei den Jodmitteln allgemein genannt, für Natrium iodatum jedoch nicht belegt

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Für die Jodgruppe wird allgemein ein gesteigerter Appetit beschrieben, für dieses Salz jedoch nicht eigens
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Heuschnupfen und jährlich wiederkehrende SchnupfenzuständeHalsschmerzen im RachenbereichHerzbeschwerdenRheumatische Gelenkbeschwerden, wie sie die ältere Literatur nenntGefäßverhärtung, in der älteren Literatur als Arteriosklerose bezeichnet

Abgrenzung

Beim Heuschnupfen sind Sabadilla mit den Niesanfällen, Allium cepa mit dem wundmachenden Sekret und Arundo mit dem Juckreiz in Gaumen und Nase die geläufigeren Mittel; Natrium iodatum wird demgegenüber vor allem dann genannt, wenn die Beschwerden Jahr für Jahr zur selben Zeit wiederkehren. Von Iodum unterscheidet es sich durch das Fehlen des ausgeprägten Heißhungers und der Abmagerung, von Natrium muriaticum durch das Fehlen des Kränkungsthemas und der Salzverlangens. Wegen der schmalen Datenlage bleibt es ein Mittel nachrangiger Erwägung.

Verwandte Mittel

IodumNatrium muriaticumSabadillaAllium cepaArundo mauritanicaKalium jodatum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.