HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 225

Natrium aceticum

Nat-ac.

Auch: Nat-acet

In 63 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Natrium aceticum, das essigsaure Natrium, ist ein wenig geprüftes Salz der Natriumreihe. Die Repertorien führen es mit einer ausgeprägten Mundtrockenheit und mit Beschwerden der Augenlider, die sich schwer öffnen lassen. Dazu kommen Atemnot nach dem Sprechen und Entzündungen im Bereich von Kehlkopf und Scheide. Das Bild bleibt schmal; die Datenbasis nennt Apis und Kalium aceticum als verwandte Mittel.

Konstitution

KörperbauIn der Literatur nicht näher beschrieben.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie wenigen Gemütsrubriken deuten auf Kleinmut und Schreckhaftigkeit: verzeichnet sind Mutlosigkeit sowie Zittern infolge von Angst. Für ein ausgeformtes Temperamentsbild reicht die Prüfungslage nicht aus.

Gemütsbild

Mutlosigkeit, KleinmutZittern durch AngstWahrnehmung von Schwärmen und Menschenmengen

Zu Natrium aceticum liegen nur wenige, niedrig graduierte Gemütsrubriken vor. Verzeichnet sind Mutlosigkeit und ein Zittern, das ausdrücklich auf Angst zurückgeführt wird. Auffällig ist eine Wahrnehmungsstörung, bei der der Betroffene Schwärme, Ansammlungen oder Menschenmengen zu sehen glaubt; sie ist mit mittlerem Grad geführt und gehört zu den wenigen kennzeichnenden Zügen. Im Schlaf werden Träume von Verbrechen beschrieben. Weitergehende seelische Merkmale sind in der Literatur nicht belegt und werden hier nicht ergänzt.

Ängste: Angst, die sich körperlich als Zittern zeigt, Beunruhigung durch Wahrnehmungen von Schwärmen und Menschenansammlungen

Leitsymptome

Ausgeprägte Mundtrockenheit, in den Rubriken mit hohem Grad geführt
Schwere der Augenlider, das Öffnen fällt schwer, bis zu einem Lähmungsgefühl
Stechende Augenschmerzen am Morgen
Atemnot, die sich nach dem Sprechen verstärkt
Entzündung des Kehlkopfes und der Scheide
Nächtliche Blutwallungen, Kopfschmerz in den Schläfen am Nachmittag
Verschlechterung
  • Nach dem Sprechen, mit Atemnot
  • Nachmittags, besonders für den Kopfschmerz
  • Morgens, für die Augenbeschwerden
  • Nachts, mit Blutwallungen
Verbesserung
  • Ruhe und Schweigen
  • In den vorliegenden Rubriken sind kaum Besserungen eigens verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Bei der ausgeprägten Mundtrockenheit ist Durst naheliegend, in den Rubriken jedoch nicht eigens verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Trockenheit im Mund, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtSchwere und Lähmungsgefühl der AugenliderAtemnot nach längerem SprechenEntzündliche Zustände im KehlkopfEntzündliche Zustände der Scheide

Abgrenzung

Natrium muriaticum ist das ungleich besser geprüfte Salz der Reihe, mit Verschlossenheit, Kummer, Salzverlangen und Verschlimmerung durch Trost; Natrium aceticum bleibt demgegenüber ein schmales Mittel ohne ausgeformtes Gemütsbild. Kalium aceticum, in der Datenbasis als verwandt genannt, teilt die Herkunft aus derselben Säure, wird aber vor allem Harn- und Hautzeichen zugeordnet. Apis mellifica, ebenfalls als verwandt geführt, zeigt Lidschwellung mit Stechen und Brennen und ist bei entzündlichen Schwellungen das deutlich besser belegte Mittel. Gelsemium wird bei schweren, kaum zu öffnenden Lidern mit Mattigkeit genannt.

Verwandte Mittel

Apis mellificaKalium aceticumNatrium muriaticumGelsemium sempervirensCausticum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.