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Materia medica · Nr. 2319

Mucuna urens

Muc-u.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Mucuna urens ist eine tropische Schlingpflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler, deren Hülsen mit feinen, stark juckenden Brennhaaren besetzt sind. In der Homöopathie ist sie ein sehr kleines Mittel; die nahe verwandte Mucuna pruriens ist als Dolichos pruriens ungleich bekannter. Der gesamte Repertoriumsbestand liegt beim Mastdarm und führt eine einzige Angabe: Hämorrhoiden.

Konstitution

KörperbauEin charakteristischer Körperbau ist nicht überliefert.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Mucuna urens gehört zu den kleinen, kaum geprüften Pflanzenmitteln, die mit wenigen Zeilen und ohne Persönlichkeitsbild in die Materia medica gelangt sind. Ein Temperamentsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Repertorium rein körperbezogen geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Mucuna urens sind keine Gemütsrubriken besetzt; die einzige Angabe betrifft den Mastdarm. Die verwandte Dolichos pruriens ist in der Materia medica mit einem eigenen Zug beschrieben - unerträglichem Juckreiz ohne sichtbaren Ausschlag, verschlimmert nachts und in Verbindung mit Leberbeschwerden. Dieses Bild lässt sich nicht auf Mucuna urens übertragen, auch wenn die Brennhaare beider Arten dieselbe Reizwirkung haben. Ein Gemütsbild ist für Mucuna urens nicht belegt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Hämorrhoiden - die einzige kennzeichnende Angabe des Mittels
Beschwerden des Mastdarms als übergeordnete Zuordnung im Bestand
Nähere Bestimmungen wie Blutung, Vorfall oder Schmerzcharakter sind nicht überliefert
Die ältere Literatur erwähnt die Brennhaare im Zusammenhang mit heftigem Hautjucken, entwickelt daraus für diese Art aber kein Arzneimittelbild
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

HämorrhoidenBeschwerden des MastdarmsWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Bei Hämorrhoiden sind Aesculus hippocastanum mit dem Gefühl von Splittern im Mastdarm und dem Kreuzschmerz, Hamamelis virginiana bei dunkler, sickernder Blutung und Wundheitsgefühl, Collinsonia canadensis bei hartnäckiger Verstopfung mit trockenem Mastdarm sowie Nux vomica bei vergeblichem Stuhldrang die weit besser belegten Mittel. Sulphur wird bei brennenden, juckenden Knoten genannt. Mucuna urens bleibt demgegenüber ein Randmittel mit einer einzigen überlieferten Zuordnung und ohne eigene Modalitäten.

Verwandte Mittel

Aesculus hippocastanumHamamelis virginianaCollinsonia canadensisNux vomicaDolichos pruriens

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.