HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 2286

Mitchella repens

Mit.

In 32 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Mitchella repens, die Rebhuhnbeere, ist eine nordamerikanische Waldpflanze, die von den Ureinwohnern bei Frauenbeschwerden verwendet wurde. In der Homöopathie ist sie ein kleines Mittel mit deutlichem Schwerpunkt auf Harnwegen und Gebärmutter: Die Repertorien führen mit hohem Grad die Schwellung der Harnröhre auf, dazu Reizbarkeit der Blase mit Brennen am Blasenhals und schmerzhafte Regelblutungen.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Beschrieben werden vor allem Frauen mit Reizzuständen im kleinen Becken; ein besonderer Körperbau wird nicht genannt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentÜber das Temperament ist wenig überliefert. Das Bild wird von der Reizbarkeit des Beckens bestimmt: ständiger Harndrang, Brennen, ziehende Schmerzen, was Unruhe und Gereiztheit mit sich bringt. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild liegt für dieses Mittel nicht vor.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien verzeichnetUnruhe und Gereiztheit durch ständigen HarndrangErschöpfung bei anhaltenden Beckenbeschwerden

Zum Gemüt liegen bei Mitchella repens keine Rubriken vor. Die überlieferten Angaben betreffen Harnröhre, Blase, Nieren, Gebärmutter und Gesicht. Was seelisch anklingt, ergibt sich mittelbar: Wer unter ständigem Harndrang und Brennen leidet, wird unruhig, gereizt und findet keinen erholsamen Schlaf. Belegt ist das in den Rubriken nicht. Das Mittel wird nach dem Befund an Harnwegen und Gebärmutter zugeordnet, nicht nach einem Seelenbild.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine Ängste verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schwellung der Harnröhre, in den Rubriken mit dem höchsten Grad geführt
Reizbarkeit der Blase mit brennendem Schmerz am Blasenhals
Ständiger, quälender Harndrang mit erschwertem Wasserlassen
Entzündliche Beschwerden der Gebärmutter
Schmerzhafte Regelblutung
Dumpfer Schmerz in der Nierengegend
Blutandrang im Gesicht
Streckbedürfnis am Vormittag, in den Rubriken eigens verzeichnet
Verschlechterung
  • Wasserlassen, mit Brennen am Blasenhals
  • Während der Regelblutung
  • Vormittags, mit Streckbedürfnis und Unruhe
  • Längeres Stehen bei Beckenbeschwerden
Verbesserung
  • Liegen und Ruhe
  • Wärme auf dem Unterbauch
  • Nach dem Wasserlassen, wenn die Blase entleert ist

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Verlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine charakteristischen Abneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Schwellung und Reizung der Harnröhre, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtReizbare Blase mit Brennen und häufigem DrangErschwertes WasserlassenEntzündliche Beschwerden der GebärmutterSchmerzhafte RegelblutungDumpfer Schmerz in der Nierengegend

Abgrenzung

Cantharis wird dem unerträglichen Brennen beim Wasserlassen mit tropfenweisem Harnabgang zugeordnet, Staphisagria dem Reizzustand der Blase nach Verletzung oder nach dem Beischlaf mit unterdrücktem Ärger. Caulophyllum, ebenfalls ein Mittel der nordamerikanischen Frauenheilkunde, steht bei krampfartigen, wandernden Gebärmutterschmerzen mit Gelenkbeschwerden. Sepia zeigt das Senkungsgefühl im Becken mit Erschöpfung. Mitchella verbindet in der Literatur die Reizung der Harnwege mit dem Gebärmutterbefund — dort liegt ihr Platz.

Verwandte Mittel

Cantharis vesicatoriaStaphisagriaCaulophyllum thalictroidesSepia officinalisChimaphila umbellata

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.