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Materia medica · Nr. 2281

Mimosa humilis

Mim-h.

In 9 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Mimosa humilis gehört zu den Sinnpflanzen, jenen Mimosengewächsen, deren Fiederblätter sich bei Berührung augenblicklich zusammenlegen. In der homöopathischen Literatur ist die Mimosa ein kleines, wenig geprüftes Mittel; die Repertorien führen sie bei rheumatischer Bindehautentzündung, bei Schwellung der Knöchel und bei Rheuma. Das Bild ist schmal und ganz auf diese Gelenk- und Augenzeichen beschränkt.

Konstitution

KörperbauEin kennzeichnender Körperbau wird nicht beschrieben. Auffällig sind allein die geschwollenen, druckempfindlichen Knöchel, wie sie die Rubriken verzeichnen.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine geprüften Angaben vor. Die naheliegende Deutung über das Zusammenklappen der Blätter bei Berührung – gesteigerte Berührungsempfindlichkeit, Rückzug – ist eine Analogie aus der Signaturenlehre und keine Prüfungserfahrung; sie wird hier nicht als Mittelbild ausgegeben.

Gemütsbild

In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Auge, Gelenke und Rheuma erfasstEin Gemütsbild ist aus der Datenlage nicht ableitbar

Für Mimosa humilis enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken. Die Pflanze ist botanisch als Sinnpflanze bekannt und in Mittel- und Südamerika beheimatet; volksmedizinisch wurden Aufgüsse bei Entzündungen und Schwellungen verwendet. In die Homöopathie ist sie über die südamerikanische Literatur gelangt, ohne dass eine umfangreiche Arzneimittelprüfung vorläge. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt daher; die in neueren Darstellungen gelegentlich anzutreffenden Themen von Verletzlichkeit und Rückzug beruhen auf der Pflanzengestalt und nicht auf geprüften Symptomen. Über diese Einordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Rheumatische Bindehautentzündung des Auges, in den Rubriken ausdrücklich als eigener Eintrag geführt
Schwellung der Knöchel, in den Rubriken verzeichnet
Rheumatische Beschwerden allgemein, unter den klinischen Rubriken genannt
Beschrieben wird die Verbindung von Augenentzündung und Gelenkbeschwerden in einem Krankheitsgeschehen
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Für rheumatische Zustände wird allgemein Verschlechterung durch feuchtes Wetter angegeben, für dieses Mittel jedoch nicht eigens geprüft
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
  • Zu bessernden Umständen liegen keine belastbaren Angaben vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei rheumatischer Bindehautentzündung aufgeführtBei Schwellung der Knöchel verzeichnetKlassisch zugeordnet zu rheumatischen BeschwerdenBei der Verbindung von Augen- und Gelenkentzündung genannt

Abgrenzung

Rhus toxicodendron ist bei rheumatischen Beschwerden mit Augenentzündung das weit größere Mittel und durch die Besserung durch fortgesetzte Bewegung und die Verschlechterung beim ersten Bewegen gekennzeichnet. Bryonia alba steht demgegenüber für Rheuma mit Verschlechterung durch jede Bewegung und Besserung durch festen Druck. Ledum palustre zeigt Gelenkschwellung, die von unten nach oben wandert, mit auffälliger Besserung durch kalte Anwendungen. Mimosa humilis bleibt ein kleines, kaum geprüftes Mittel, dessen Anwendung sich auf die genannten wenigen Rubriken stützt.

Verwandte Mittel

Rhus toxicodendronBryonia albaLedum palustreApis mellificaKalium bichromicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.