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Materia medica · Nr. 2259

Mercurius sulphocyanatus

Merc-s-cy.

In 5 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Mercurius sulphocyanatus, das Quecksilberrhodanid, ist eine wenig gebräuchliche Quecksilberverbindung. Die überlieferten Angaben sind knapp und liegen im Bereich von Hals und Nase: Die Datenbasis führt das Mittel bei Krämpfen der Speiseröhre und bei diphtherischen Belägen in der Nase. Damit steht es in der Nähe jener Quecksilberverbindungen, die klassisch bei schweren Halsentzündungen genannt werden.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über den örtlichen Befund an Hals und Nase beschrieben, nicht über einen Körperbau.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine eigenen Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Die Verbindung ist homöopathisch nur klein bearbeitet und wird über die Zugehörigkeit zur Quecksilbergruppe eingeordnet.

Gemütsbild

Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertBeklemmung bei Enge im Hals und erschwertem SchluckenIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Mercurius sulphocyanatus sind keine Gemütsrubriken hinterlegt. Die Überlieferung beschränkt sich auf den Hals und die Nase. Die Beklemmung und Erschöpfung, die eine schwere Halsentzündung mit Belägen begleiten, gehören zum Krankheitsbild und sind kein geprüftes Arzneimittelbild dieser Verbindung; für die große Hinfälligkeit bei solchen Zuständen ist Mercurius cyanatus das ausgearbeitete Mittel. Die Auswahl stützt sich hier allein auf den örtlichen Befund.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Krämpfe der Speiseröhre - die kennzeichnendste Angabe des Mittels, da sie einen ungewöhnlich genauen Ort nennt
Erschwertes, krampfhaftes Schlucken
Diphtherische Beläge mit Beteiligung der Nase, in der Datenbasis eigens verzeichnet
Beschwerden des inneren Halses allgemein, in der Datenbasis als Oberbegriff geführt
Verschlechterung
  • Schlucken, besonders leeres Schlucken
  • Nachts und in der Bettwärme, wie für die Quecksilbermittel durchgehend beschrieben
Verbesserung
  • Warme Getränke in kleinen Mengen
  • Ruhe und gleichmäßige Temperatur

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei Krämpfen der Speiseröhre aufgeführtIn Repertorien bei diphtherischen Belägen der Nase genanntIn Repertorien bei Beschwerden des inneren Halses verzeichnet

Abgrenzung

Mercurius cyanatus ist die Quecksilberverbindung, die bei schweren Halsentzündungen mit ausgedehnten Belägen und rascher Entkräftung klassisch im Vordergrund steht. Mercurius solubilis zeigt vermehrten Speichelfluss, üblen Atem und nächtliche Verschlimmerung. Bei Krämpfen der Speiseröhre mit erschwertem Schlucken werden daneben Cuprum metallicum und Baptisia tinctoria genannt, bei Belägen mit Häuten Kalium bichromicum und Lac caninum mit dem Seitenwechsel der Beschwerden. Mercurius sulphocyanatus bleibt ein kleiner Eintrag ohne eigenes Gesamtbild.

Verwandte Mittel

Mercurius cyanatusMercurius solubilisMercurius corrosivusKalium bichromicumLac caninum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.