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Materia medica · Nr. 214

Mercurius solubilis Hahnemanni

Merc.

In 16.970 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Mercurius ist das klassische Mittel für geschwächte, unruhige Patienten mit starker Neigung zu eitrigen Entzündungen und Drüsenschwellungen. Diese Menschen sind innerlich ruhelos und hastig, leiden aber gleichzeitig unter großer körperlicher Schwäche und reagieren extrem empfindlich auf Temperaturwechsel.

Konstitution

KörperbauOft blasse, schwächliche Erscheinung mit aufgequollenem Gesicht, vergrößerten Lymphknoten und Neigung zu Schwellungen. Die Haut ist feucht und neigt zu eitrigen Ausschlägen.
Thermalitätwechselnd - extreme Empfindlichkeit gegenüber Kälte UND Wärme, ständiges Frösteln aber Verschlechterung durch Bettwärme
TemperamentInnerlich gehetzt und ruhelos, aber körperlich geschwächt. Die Patienten wirken oft nervös und ungeduldig, haben aber gleichzeitig eine verlangsamte Reaktionsfähigkeit und Gedächtnisschwäche.

Gemütsbild

Innere Ruhelosigkeit und HastMisstrauen und ArgwohnGeistige Schwäche und Verwirrung

Mercurius-Patienten sind von einer tiefen inneren Unruhe geplagt, die sich besonders abends verstärkt. Sie fühlen sich gehetzt und sprechen hastig, leiden aber gleichzeitig unter Gedächtnisschwäche und verlangsamten Reaktionen. Häufig entwickeln sie ein grundlegendes Misstrauen gegenüber anderen Menschen und können zwischen Depression und manischen Zuständen wechseln. Die geistige Verwirrung und Vergesslichkeit führt zu großer Unzufriedenheit mit sich selbst.

Ängste: Angst vor dem Wahnsinn, Misstrauen gegenüber anderen Menschen

Leitsymptome

Eitrige Entzündungen aller Schleimhäute mit übelriechendem, oft blutigem Ausfluss
Starke Drüsenschwellungen besonders der Lymphknoten und Speicheldrüsen
Profuse, übelriechende Schweiße die keine Erleichterung bringen
Tremor der Hände und Zunge
Metallischer Geschmack im Mund mit verstärktem Speichelfluss
Verschlechterung
  • Nachts und abends
  • Temperaturschwankungen
  • Liegen im warmen Bett
  • Schwitzen
Verbesserung
  • Ruhe und mäßige Temperaturen
  • Dunkelheit

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Kalte Getränke
  • Brot und Butter
Abneigung
  • Süßigkeiten
  • Fett

In Repertorien häufig zugeordnet

Akute und chronische Mandelentzündungen mit EiterbildungGingivitis und Parodontitis mit MundgeruchChronische Sinusitis mit eitrigem SekretHautausschläge mit EiterungChronische Darmentzündungen mit blutigen Durchfällen

Abgrenzung

Während Hepar sulph. mehr zu abgekapselten Abszessen neigt, zeigt Mercurius offene, eiternde Entzündungen. Im Gegensatz zu Lachesis ist die Verschlechterung durch Wärme weniger ausgeprägt, und anders als bei Arsenicum gibt es keine Besserung durch Wärme.

Verwandte Mittel

Hepar sulphurisLachesisArsenicum album

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-03-21). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.