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Materia medica · Nr. 208

Mephitis putorius

Meph.

In 991 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Mephitis putorius wird aus dem Sekret des nordamerikanischen Stinktiers bereitet. In der Materia medica gilt es als ausgesprochenes Hustenmittel: Beschrieben werden anfallsweise, krampfartige Hustenstöße, die den Atem nehmen, nachts und im Liegen zunehmen und häufig in Erbrechen enden. Klassisch zugeordnet ist das Mittel dem Keuchhusten und dem krampfartigen Asthma.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird in der Literatur nicht hervorgehoben; das Mittel wird über den Charakter des Hustens und der Atemnot bestimmt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegt in den Rubriken nur Langsamkeit vor. Die Materia medica beschreibt Menschen, die durch die nächtlichen Hustenanfälle erschöpft und morgens schläfrig sind; ein eigenständiges Gemütsbild ist nicht ausgearbeitet.

Gemütsbild

Langsamkeit und SchwerfälligkeitErschöpfung durch nächtliche HustenanfälleUnruhe der Glieder, besonders abends und nachts

Das Gemütsbild ist bei Mephitis nur schwach ausgebildet; die Repertorien führen lediglich Langsamkeit auf. Bestimmend ist stattdessen die körperliche Unruhe: Arme, Unterschenkel und Füße finden keine Ruhe. Die Literatur beschreibt Menschen, die durch die krampfartigen nächtlichen Anfälle zermürbt sind, tagsüber schläfrig wirken und deren Aufmerksamkeit ganz auf das Atmen gerichtet ist. Verzeichnet sind ferner Träume vom Feuer. Weitergehende seelische Zuschreibungen lassen sich aus der Datenlage nicht belegen.

Ängste: Beklemmung und Erstickungsgefühl während der Hustenanfälle, Träume vom Feuer

Leitsymptome

Anfallsweiser, krampfartiger Husten, vor allem nachts; die Hustenstöße folgen so dicht, dass das Atmen fast unmöglich scheint
Erbrechen im Anschluss an den Hustenanfall und nach dem Essen; das ist eines der kennzeichnendsten Zeichen des Mittels
Asthma mit Krampf des Kehlkopfs; Einatmen erschwert, Ausatmen rasch und laut
Verschlechterung des Hustens im Liegen, sodass die Betroffenen sich aufsetzen müssen
Ruhelosigkeit der Arme, Unterschenkel und Füße
Schweregefühl im Hinterkopf mit drückendem Kopfschmerz; morgendliche Schläfrigkeit
Verschlechterung
  • Nachts und morgens
  • Liegen
  • Nach dem Essen
  • Im Schlaf beginnende Anfälle
Verbesserung
  • Aufsitzen
  • Kaltes Waschen und kaltes Baden
  • Frische Luft

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Salzige Speisen
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei krampfartigem, anfallsweisem Husten und bei Keuchhusten aufgeführtKlassisch zugeordnet zu spastischem Asthma mit erschwertem EinatmenBei Erbrechen im Anschluss an Hustenanfälle verzeichnetBei nächtlicher Verschlimmerung des Hustens im Liegen genanntBei Ruhelosigkeit der Glieder in der Literatur beschrieben

Abgrenzung

Drosera, in der Literatur als verwandtes Mittel geführt, teilt den anfallsweisen Husten mit Erbrechen, zeigt aber die deutliche Verschlechterung nach Mitternacht und beim Hinlegen sowie ein Kratzen im Kehlkopf. Cuprum metallicum steht ebenfalls beim krampfartigen Husten, mit Blauwerden, Krämpfen und Besserung durch Trinken kalten Wassers. Corallium rubrum zeigt die salvenartigen, sehr schnellen Hustenstöße mit ausgeprägter Frostigkeit. Für Mephitis spricht besonders die Verbindung von erschwertem Einatmen, raschem Ausatmen und Erbrechen nach dem Anfall.

Verwandte Mittel

DroseraMoschusSticta pulmonariaCuprum metallicumCorallium rubrum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.