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Materia medica · Nr. 2230

Mentha pulegium

Menth-pu.

In 6 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Mentha pulegium, die Polei-Minze, ist ein Lippenblütler mit stark riechendem ätherischem Öl, das früher zum Vertreiben von Insekten und in der Volksmedizin zur Anregung der Regelblutung verwendet wurde; das Öl gilt in größeren Mengen als deutlich giftig. Homöopathisch ist die Pflanze nur schmal vertreten. Die Datenbasis führt Kopfschmerz sowie vermehrten Speichelfluss, ausdrücklich nachts.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Die schmale Datenbasis lässt dazu keine Aussage zu.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Angaben vor; die Datenbasis enthält keine Gemütsrubriken. Ein Wesensbild lässt sich aus den zwei verzeichneten Bereichen nicht ableiten und wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken überliefertSchwerpunkt auf Kopf und SpeichelabsonderungIn der Literatur nicht näher beschrieben

Für Mentha pulegium sind in der Datenbasis keine Rubriken aus dem Kapitel Gemüt hinterlegt. Die Pflanze ist vor allem volksmedizinisch und toxikologisch beschrieben; eine ausgearbeitete homöopathische Prüfung liegt nicht vor. Die überlieferten Angaben beschränken sich auf Kopfschmerz und den nächtlich vermehrten Speichelfluss. Ein Gemütsbild gehört nicht zum Bestand des Mittels.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Vermehrter Speichelfluss, ausdrücklich nachts - die am genauesten geführte Angabe des Mittels
Kopfschmerz
Veränderungen des Speichels allgemein
Das stark riechende ätherische Öl der Pflanze ist in größeren Mengen giftig; darauf beruhen die in der Toxikologie beschriebenen Reizerscheinungen
Verschlechterung
  • Nachts, worauf die Rubrik zum Speichelfluss ausdrücklich hinweist
  • Weitere Verschlimmerungen sind nicht verzeichnet
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei nächtlichem Speichelfluss aufgeführtIn Repertorien bei Kopfschmerz genanntIn Repertorien bei Veränderungen des Speichels verzeichnet

Abgrenzung

Bei vermehrtem Speichelfluss, besonders nachts, ist Mercurius solubilis das breit ausgearbeitete Mittel mit üblem Mundgeruch, Zahnabdrücken an der Zunge und nächtlicher Verschlimmerung; daneben stehen Ipecacuanha bei Speichelfluss mit Übelkeit und Iris versicolor bei brennendem Speichel. Mentha piperita, die Pfefferminze, ist die bekanntere Verwandte, homöopathisch jedoch ebenfalls nur schmal geprüft. Mentha pulegium kommt wegen der geringen Datenbasis nur bei genauer Übereinstimmung der wenigen verzeichneten Angaben in Betracht.

Verwandte Mittel

Mentha piperitaMercurius solubilisIpecacuanhaIris versicolorSabina

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.