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Materia medica · Nr. 2227

Menispermum canadense

Menis.

In 23 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Menispermum canadense, die Kanadische Mondsame (auch Yellow Parilla), ist eine Kletterpflanze der Mondsamengewächse aus dem östlichen Nordamerika. In der homöopathischen Literatur ist sie ein kleines, wenig geprüftes Mittel, das traditionell als Blutreinigungs- und Stoffwechselmittel bei Haut-, Leber- und rheumatischen Beschwerden geführt wird. Der Bestand an Repertoriumsrubriken ist mit 23 Eintragungen klein; ein durchgezeichnetes Konstitutionsbild lässt sich daraus nicht ableiten.

Konstitution

KörperbauZum Körperbau liegen keine kennzeichnenden Angaben vor. Die ältere Literatur beschreibt das Mittel eher bei geschwächten Menschen mit trägem Stoffwechsel und chronischen Haut- oder Leberbeschwerden, ohne einen eigenen Konstitutionstyp zu umreißen.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament ist in der Literatur nichts Kennzeichnendes beschrieben. Die einzige Gemütsangabe des Repertoriums betrifft das Auffahren aus dem Schlaf, also eine Übererregbarkeit des Nervensystems in der Nacht, nicht einen Charakterzug. Menispermum wird üblicherweise vom körperlichen Bild her erwogen.

Gemütsbild

Auffahren aus dem SchlafNächtliche Unruhe und SchreckhaftigkeitKein eigenständiges Gemütsbild überliefert

Das Gemütskapitel ist bei Menispermum auf eine einzige, aber deutlich bewertete Angabe zusammengezogen: Auffahren, und zwar im Schlaf und aus dem Schlaf heraus. Das Repertorium führt diese Rubrik in mittlerem Grad, alle übrigen Gemütsrubriken fehlen. Damit steht eine nervöse Schreckhaftigkeit im Vordergrund, wie sie bei gestörter Leberfunktion und unruhigem Schlaf häufig beschrieben wird. Ein Charakterbild im Sinne der großen Polychreste ist für dieses Mittel nicht überliefert. Wer es erwägt, geht in aller Regel von den körperlichen Angaben aus und nicht vom Gemüt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Auffahren aus dem Schlaf - die am stärksten bewertete Angabe des Mittels
Übelkeit und Erbrechen, begleitet von Bitterkeit im Mund
Chronische Leberentzündung wird dem Mittel im Repertorium zugeordnet
Kopfschmerz zusammen mit Rückenschmerz, beides gleichzeitig auftretend
Schmerz entlang der Wirbelsäule
Hautjucken; Schwellung der Zunge
Verschlechterung
  • Nachts und im Schlaf, mit Auffahren
  • Zu weiteren Modalitäten liegen im Repertorium keine Angaben vor
Verbesserung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine kennzeichnenden Besserungsumstände überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine kennzeichnenden Speiseverlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine kennzeichnenden Speiseabneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Chronische LebererkrankungenÜbelkeit mit bitterem MundgeschmackHautjucken und chronische HautausschlägeRückenschmerzen entlang der WirbelsäuleKopfschmerz mit gleichzeitigem RückenschmerzSchlafstörung mit Auffahren

Abgrenzung

Menispermum ist ein kleines Mittel; die Unterscheidung geht daher meist über die bekannten Leber- und Hautmittel. Chelidonium majus deckt Leberbeschwerden mit bitterem Mundgeschmack weit umfassender ab und hat den kennzeichnenden Schmerz unter dem rechten Schulterblatt. Nux vomica zeigt Bitterkeit im Mund und Reizbarkeit nach Diätfehlern mit einem klaren Gemütsbild, das Menispermum fehlt. Sarsaparilla und Rumex crispus, ebenfalls als altertümliche Blutreinigungsmittel geführt, überschneiden sich in den Hautangaben.

Verwandte Mittel

Chelidonium majusNux vomicaSarsaparillaRumex crispusBerberis vulgaris

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.