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Materia medica · Nr. 2226

Meningococcinum

Meningoc.

Auch: Mening.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Meningococcinum ist eine Nosode, hergestellt aus dem Erreger der epidemischen Hirnhautentzündung, dem Meningokokkus. Sie gehört zu den Krankheitsnosoden, die nicht aus einer Arzneimittelprüfung, sondern aus dem Krankheitsstoff selbst gewonnen werden. Der Repertoriumsbestand ist auf eine einzige klinische Zuordnung beschränkt: Sie wird im Kapitel Klinisches im Zusammenhang mit der Meningitis-Prophylaxe geführt.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Nosoden dieser Art werden nicht über ein Erscheinungsbild, sondern über die Krankheitszuordnung geführt.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Anders als die klassischen, gut durchgearbeiteten Nosoden - Tuberculinum, Medorrhinum, Psorinum, Syphilinum - besitzt Meningococcinum kein ausgearbeitetes Persönlichkeitsbild. Ein Temperamentsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertAls Nosode ohne ausführliche Arzneimittelprüfung geführtZuordnung erfolgt über die Krankheit, nicht über ein Symptomenbild

Zu Meningococcinum sind keine Gemütsrubriken besetzt. Die Nosode gelangte über die französische Nosodentradition des frühen 20. Jahrhunderts in die Arzneimittellehre, in der Krankheitsnosoden nach dem Vorbild von Tuberculinum breit angelegt wurden. Ein Prüfungsbild an Gesunden liegt nicht vor; die Angaben der Literatur beziehen sich auf die Herkunft des Ausgangsstoffs. Ein Gemütsbild wird hier nicht ergänzt.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Die einzige Zuordnung des Bestands liegt im Kapitel Klinisches und betrifft den Bereich der Meningitis-Prophylaxe
Ein eigenes Symptomenbild mit Kopfschmerz, Nackensteife oder Fieberverlauf ist für die Nosode nicht überliefert; solche Zeichen führen im Repertorium zu anderen Mitteln
Keine weiteren Organbezüge im Bestand verzeichnet
Der Verdacht auf eine Hirnhautentzündung gehört ausnahmslos in ärztliche Behandlung; die Nosode ersetzt weder Diagnostik noch die schulmedizinische Versorgung
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Im Kapitel Klinisches dem Umfeld der Meningitis-Prophylaxe zugeordnetWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Bei den akuten Zeichen entzündlicher Hirnhautreizung sind Belladonna mit hochrotem Kopf, klopfenden Karotiden und Überempfindlichkeit gegen Licht und Erschütterung, Apis mellifica mit schrillem Aufschreien und Zurückwerfen des Kopfes, Helleborus niger mit Stumpfheit und dem Rollen des Kopfes auf dem Kissen sowie Cicuta virosa bei Streckkrämpfen die klassisch beschriebenen Mittel. Meningococcinum steht demgegenüber nicht als akutes Symptomenmittel, sondern als Nosode mit einer einzigen klinischen Zuordnung im Bestand.

Verwandte Mittel

BelladonnaApis mellificaHelleborus nigerTuberculinumDiphtherinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.