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Materia medica · Nr. 2221

Melita grinum

Melit.

In 7 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Der Eintrag Melita grinum steht für Melitagrinum, eine Nosode, die aus den Krusten eines nässenden Kopfekzems bereitet wird. Der Name geht auf den alten medizinischen Ausdruck Melitagra zurück, der honiggelb verkrustende, nässende Hautausschläge bezeichnete. Entsprechend eng ist das Bild: Die Datenbasis führt das Mittel ausschließlich bei krustigen Hautausschlägen auf, namentlich beim Milchschorf und beim Ekzem des Kopfes.

Konstitution

KörperbauBeschrieben wird die Anwendung überwiegend bei Säuglingen und kleinen Kindern mit nässenden Kopfausschlägen; ein Konstitutionsbild im engeren Sinn wurde für die Nosode nicht ausgearbeitet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen in der Datenbasis keine Rubriken vor. Nosoden aus Krankheitsprodukten sind in der älteren Literatur meist über den Befund und die Vorgeschichte beschrieben und nicht über ein ausgearbeitetes Gemütsbild. Wer Melitagrinum erwägt, geht vom Hautbefund und von der Vorgeschichte des Kindes aus.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken in der Datenbasis verzeichnetDie Überlieferung beschränkt sich auf den HautbefundKein ausgearbeitetes seelisches Bild vorhanden

Zum Gemüt führt die Datenbasis für Melitagrinum keine einzige Rubrik. Das entspricht der Art dieses Mittels: Es handelt sich um eine Nosode, die aus dem Krankheitsprodukt selbst bereitet wird, und solche Mittel sind in der älteren Literatur über den Befund beschrieben, nicht über die Verfassung des Menschen. Die Anwendung betraf traditionell Säuglinge und kleine Kinder mit nässenden, verkrustenden Ausschlägen der Kopfhaut. Ein Gemütsbild aus verwandten Hautmitteln zu übernehmen wäre nicht belegt und würde den Anwendungsbereich unzulässig ausweiten.

Ängste: In der Datenbasis sind keine Angstrubriken verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Milchschorf, in den Hautrubriken bis zu dieser Form aufgegliedert und der Kern des Mittelbildes
Krustige Hautausschläge allgemein, mit honiggelben, festhaftenden Borken
Ekzem des Kopfes, in den Kopfrubriken eigens verzeichnet
Hautausschlag am Kopf allgemein
Nässende, später verkrustende Bläschen, wie sie der alte Begriff Melitagra beschreibt
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken sind keine Verschlechterungsmodalitäten verzeichnet
  • Die Datenbasis beschränkt sich auf die Beschreibung des Ausschlags
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Besserungsmodalitäten verzeichnet

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet
Abneigung
  • In der Datenbasis nicht verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

MilchschorfNässende und verkrustende Ekzeme der KopfhautKrustige Hautausschläge allgemeinHautausschläge am Kopf im Kindesalter

Abgrenzung

Für den Milchschorf sind Viola tricolor, Calcarea carbonica, Graphites und Mezereum die klassisch zugeordneten und weit besser belegten Mittel; Viola tricolor gilt für den nässenden Kopfausschlag mit dickem Sekret als Hauptmittel, Mezereum für die dicke, lederartige Borke mit Eiter darunter, Graphites für den honigartigen Ausfluss. Als Nosode steht Melitagrinum den Mitteln nahe, die aus Krankheitsprodukten der Haut bereitet werden, und wurde in der älteren Literatur ergänzend erwogen, wenn ein sonst gut gewähltes Mittel nicht zum Zug kam. Die Datenbasis ist sehr schmal.

Verwandte Mittel

Viola tricolorGraphitesMezereumCalcarea carbonicaPsorinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.