Melilotus alba, der Weiße Steinklee, ist ein Schmetterlingsblütler der Wegränder und Schuttplätze und der nahe Verwandte des besser bekannten Melilotus officinalis. Die Pflanze enthält Cumarin und wurde in der Materia medica über einen sehr klaren Zug beschrieben: das heftige Klopfen und Pochen im Kopf. Genau dorthin führen auch die überlieferten Angaben, mit dem Pochen in den Schläfen als deutlichstem Eintrag.
Konstitution
Gemütsbild
Keine eigenen Gemütsrubriken überliefertBenommenheit und Reizbarkeit während des Blutandrangs zum KopfIn der Literatur nicht näher beschrieben
Für Melilotus alba sind keine eigenen Gemütsrubriken hinterlegt. Die Materia medica beschreibt den Steinklee als ausgesprochenes Kopfmittel mit Blutandrang und beschäftigt sich nicht mit seelischen Zügen. Die Gereiztheit und der Rückzug in einen abgedunkelten Raum, die ein heftig pochender Kopfschmerz mit sich bringt, gehören zur Beschwerde selbst und sind kein geprüftes Arzneimittelbild. Wer das Mittel erwägt, geht deshalb vom Empfindungscharakter aus: pochend, klopfend, wie ein zweiter Puls im Kopf.
Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- Bücken und Anstrengung, wodurch der Blutandrang zunimmt
- Wetterwechsel und schwüle Luft vor einem Gewitter
- Nasenbluten, in der Literatur zum Steinklee ausdrücklich vermerkt
- Kalte Anwendungen am Kopf, Ruhe und Dunkelheit
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei pochendem Kopfschmerz aufgeführtIn Repertorien bei Pochen in den Schläfen genanntIn Repertorien bei Blutandrang zum Kopf verzeichnetIn Repertorien bei Kopfbeschwerden mit Klopfempfindung geführt
Abgrenzung
Melilotus officinalis ist die geläufigere Art derselben Gattung und trägt dasselbe Bild mit Blutandrang, hochrotem Gesicht und Erleichterung durch Nasenbluten; die weiße Art wird in den Repertorien parallel geführt. Belladonna zeigt ebenfalls heftiges Klopfen mit rotem Gesicht, dazu jedoch Hitze, Lichtempfindlichkeit und plötzlichen Beginn. Glonoinum ist an dem wellenförmigen Pochen nach Sonneneinwirkung kenntlich, Amylenum nitrosum an der plötzlichen Hitzewallung mit Klopfen. Für Melilotus spricht die Verbindung von Pochen in den Schläfen und der Erleichterung durch Nasenbluten.
Verwandte Mittel
Melilotus officinalisBelladonnaGlonoinumAmylenum nitrosumSanguinaria canadensis
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.