Manganum sulphuricum ist das schwefelsaure Mangan, ein Mineralsalz aus der Manganreihe der homöopathischen Materia medica. Anders als das besser geprüfte Manganum aceticum, das vor allem für Knochenhaut, Gelenke, Kehlkopf und Blutbildung steht, ist das Sulfat in den Repertorien fast ausschließlich mit Leberzeichen verzeichnet: vermehrte Gallenabsonderung, Leberentzündung und Magenreizung. Es ist ein kleines Mittel mit schmaler Prüfungsgrundlage.
Konstitution
Gemütsbild
In den vorliegenden Rubriken sind keine Gemütszeichen verzeichnetDas Mittel ist über Leber, Galle, Magen und Zähne erfasstDas Gemütsbild der Manganreihe stammt vom Acetat und ist auf das Sulfat nicht übertragen
Für Manganum sulphuricum enthält die Datenbasis ausschließlich körperliche Rubriken; sie kreisen um Leber und Verdauung. Die ältere Literatur ordnet Manganverbindungen der Blutbildung, der Knochenhaut und der Leber zu; das Sulfat wurde in der Arzneimittellehre des neunzehnten Jahrhunderts als gallentreibendes Mittel geführt, was der Rubrik über die vermehrte Gallenmenge entspricht. Ein ausgearbeitetes Gemütsbild fehlt. Wo in Fallbeschreibungen von Reizbarkeit, Traurigkeit und Geräuschempfindlichkeit der Manganmittel die Rede ist, bezieht sich dies auf Manganum aceticum und Manganum metallicum. Über diese Zuordnung hinaus lässt sich zum Gemüt nichts Belastbares sagen.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur zu dieser Verbindung nicht näher beschrieben
Leitsymptome
- In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
- Für die Manganreihe wird allgemein Verschlechterung durch feuchtkaltes Wetter beschrieben, für das Sulfat nicht eigens geprüft
- In den vorliegenden Rubriken keine Modalitäten ausgewiesen
- Für Manganum aceticum ist Besserung durch Liegen und durch Musik überliefert; auf das Sulfat ist dies nicht übertragbar
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Leberentzündung aufgeführtBei vermehrter Gallenabsonderung verzeichnetBei Magenentzündung genanntBei Zahnschmerz in den Rubriken geführt
Abgrenzung
Manganum aceticum ist das ausgearbeitete Mittel der Reihe und durch Knochenhaut- und Gelenkschmerzen, Kehlkopfbeschwerden und Blutarmut bestimmt, nicht durch die Leber. Chelidonium majus ist bei Leberbeschwerden das weit größere Mittel, kenntlich am Schmerz unter dem rechten Schulterblatt und der Besserung durch warme Getränke. Lycopodium clavatum teilt die Leberbeteiligung, zeigt aber die kennzeichnende Blähung nach kleinen Mengen und die Verschlechterung am späten Nachmittag. Natrium sulphuricum steht bei Leberbeschwerden mit deutlicher Verschlechterung durch Feuchtigkeit im Vordergrund.
Verwandte Mittel
Manganum aceticumManganum metallicumChelidonium majusLycopodium clavatumNatrium sulphuricum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.