Malaria officinalis ist eine Nosode, die von amerikanischen Homöopathen aus faulendem Pflanzenmaterial sumpfiger Böden gewonnen und in die Materia medica eingeführt wurde. Sie steht in der Literatur für den sogenannten Sumpfmiasmus: wiederkehrende Fieberzustände mit Wechsel von Frost und Hitze, Leber- und Milzbeschwerden sowie eine zähe Erschöpfung nach durchgemachten Fiebererkrankungen. Mit 30 niedrig bewerteten Rubriken ist sie ein kleines Mittel.
Konstitution
Gemütsbild
Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertMattigkeit und Zerschlagenheit nach FieberzuständenZuordnung erfolgt über das Fieber- und Erschöpfungsbild
Die Datenbasis enthält für Malaria officinalis keine Gemütsrubriken. Als Nosode wird sie in der Literatur über den Krankheitsverlauf beschrieben, aus dem sie stammt, nicht über eine seelische Grundhaltung. Was sich sagen lässt, ergibt sich aus dem Zustand selbst: Wer wiederholte Fieberanfälle hinter sich hat, ist matt, zerschlagen und ohne Antrieb, ohne dass eine bestimmte Gemütsfarbe dieses Mittel kennzeichnen würde. Für ein ausgearbeitetes seelisches Porträt reicht die Datenlage nicht aus, und es wäre nicht belegbar, eines zu entwerfen.
Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine charakteristischen Ängste überliefert
Leitsymptome
- Durchnässung und feuchte, sumpfige Umgebung
- Aufenthalt und Übernachten im Freien
- Wärme und trockene Umgebung
- Ruhe nach dem Fieberanfall
Verlangen und Abneigungen
- Durst, im Repertorium besonders nach dem Hitzestadium verzeichnet
- Keine charakteristische Speiseabneigung überliefert
In Repertorien häufig zugeordnet
Wiederkehrende WechselfieberErschöpfung und Auszehrung nach FiebererkrankungenLeber- und MilzbeschwerdenBeschwerden nach Durchnässung oder Aufenthalt im FreienNeuralgische SchmerzenHeuschnupfen
Abgrenzung
China officinalis ist das ausgearbeitete Hauptmittel der Wechselfieber und deckt Frost, Hitze und Schweiß mit Leber- und Milzbeteiligung ungleich ausführlicher ab, besonders die Schwäche nach Säfteverlusten; Malaria officinalis wird in der Literatur bei bleibenden Folgezuständen genannt, wenn das China-Bild nicht mehr trägt. Natrium muriaticum steht bei wiederkehrendem Fieber mit Lippenbläschen und Durst, Eupatorium perfoliatum bei Fieber mit dem kennzeichnenden Knochenschmerz. Da alle Angaben nur einfach bewertet sind, ist die Zuordnung entsprechend zurückhaltend zu bewerten.
Verwandte Mittel
China officinalisNatrium muriaticumEupatorium perfoliatumArsenicum albumCeanothus americanus
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.