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Materia medica · Nr. 2161

Malaria officinalis

Malar.

In 30 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Malaria officinalis ist eine Nosode, die von amerikanischen Homöopathen aus faulendem Pflanzenmaterial sumpfiger Böden gewonnen und in die Materia medica eingeführt wurde. Sie steht in der Literatur für den sogenannten Sumpfmiasmus: wiederkehrende Fieberzustände mit Wechsel von Frost und Hitze, Leber- und Milzbeschwerden sowie eine zähe Erschöpfung nach durchgemachten Fiebererkrankungen. Mit 30 niedrig bewerteten Rubriken ist sie ein kleines Mittel.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden herabgekommene, blasse Menschen mit vergrößerter Leber und Milz, wie sie nach wiederholten Wechselfiebern geschildert werden; die klinischen Rubriken führen ausdrücklich die Auszehrung nach Sumpffieber.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine Repertoriumsangaben vor. Die Literatur beschreibt Malaria officinalis über den körperlichen Zustand: Mattigkeit, Zerschlagenheit und die typische Hinfälligkeit nach durchgemachten Fieberzuständen. Ein Gemütsporträt im engeren Sinn ist nicht überliefert.

Gemütsbild

Kein ausgearbeitetes Gemütsbild überliefertMattigkeit und Zerschlagenheit nach FieberzuständenZuordnung erfolgt über das Fieber- und Erschöpfungsbild

Die Datenbasis enthält für Malaria officinalis keine Gemütsrubriken. Als Nosode wird sie in der Literatur über den Krankheitsverlauf beschrieben, aus dem sie stammt, nicht über eine seelische Grundhaltung. Was sich sagen lässt, ergibt sich aus dem Zustand selbst: Wer wiederholte Fieberanfälle hinter sich hat, ist matt, zerschlagen und ohne Antrieb, ohne dass eine bestimmte Gemütsfarbe dieses Mittel kennzeichnen würde. Für ein ausgearbeitetes seelisches Porträt reicht die Datenlage nicht aus, und es wäre nicht belegbar, eines zu entwerfen.

Ängste: In der Literatur nicht näher beschrieben, Keine charakteristischen Ängste überliefert

Leitsymptome

Wiederkehrendes, chronisches Wechselfieber mit Frost- und Hitzestadien
Galliges Fieber; Auszehrung nach durchgemachtem Sumpffieber ist klinisch verzeichnet
Beschwerden von Leber und Milz, wie sie nach wiederholten Fieberanfällen beschrieben werden
Beschwerden nach Durchnässung und nach dem Aufenthalt im Freien - das Repertorium führt eigens die Verschlimmerung durch Zelten und Übernachten im Freien
Durst nach der Hitze, wechselnde Stuhlverhältnisse mit Verstopfung und Durchfall
Neuralgische Schmerzen; jahreszeitlich wiederkehrender Schnupfen im Sinne des Heuschnupfens
Verschlechterung
  • Durchnässung und feuchte, sumpfige Umgebung
  • Aufenthalt und Übernachten im Freien
Verbesserung
  • Wärme und trockene Umgebung
  • Ruhe nach dem Fieberanfall

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Durst, im Repertorium besonders nach dem Hitzestadium verzeichnet
Abneigung
  • Keine charakteristische Speiseabneigung überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Wiederkehrende WechselfieberErschöpfung und Auszehrung nach FiebererkrankungenLeber- und MilzbeschwerdenBeschwerden nach Durchnässung oder Aufenthalt im FreienNeuralgische SchmerzenHeuschnupfen

Abgrenzung

China officinalis ist das ausgearbeitete Hauptmittel der Wechselfieber und deckt Frost, Hitze und Schweiß mit Leber- und Milzbeteiligung ungleich ausführlicher ab, besonders die Schwäche nach Säfteverlusten; Malaria officinalis wird in der Literatur bei bleibenden Folgezuständen genannt, wenn das China-Bild nicht mehr trägt. Natrium muriaticum steht bei wiederkehrendem Fieber mit Lippenbläschen und Durst, Eupatorium perfoliatum bei Fieber mit dem kennzeichnenden Knochenschmerz. Da alle Angaben nur einfach bewertet sind, ist die Zuordnung entsprechend zurückhaltend zu bewerten.

Verwandte Mittel

China officinalisNatrium muriaticumEupatorium perfoliatumArsenicum albumCeanothus americanus

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.