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Materia medica · Nr. 2160

Malandrinum

Maland.

In 37 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Malandrinum ist eine Nosode, hergestellt aus dem Sekret der Mauke, einer Hautentzündung an den Fesseln des Pferdes. In der Materia medica hat sie einen eng umrissenen Platz: Sie ist in den Repertorien vor allem bei Beschwerden nach Impfungen aufgeführt - dies ist die höchstbewertete und bildbestimmende Angabe. Daneben stehen hartnäckige Hautausschläge, besonders eine chronische Schuppenflechte am Handrücken.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionsbild im engeren Sinne ist nicht ausgearbeitet. Beschrieben werden Menschen mit ungesunder, schlecht heilender Haut und rissigen Händen; auch eine Abmagerung der Arme im Anschluss an Impfungen ist verzeichnet.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Gemüt liegen im Datenbestand keine Rubriken vor. Als Nosode wird Malandrinum in der Literatur über den Krankheitszusammenhang und den Hautbefund geführt, nicht über ein Temperament. Ein solches wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Keine Gemütsrubriken im Repertorium verzeichnetIn der Literatur nicht näher beschriebenDas Mittel wird über Impffolgen und Hautbefund erschlossen

Zu Malandrinum liegen im vorliegenden Datenbestand keine Gemütsangaben vor. Die Nosode wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die homöopathische Arzneilehre eingeführt und dort von Anfang an über einen einzigen Zusammenhang bestimmt: Beschwerden, die sich zeitlich an eine Impfung anschließen. Ein Gemütsbild ist nicht überliefert und wird hier nicht konstruiert. Wer das Mittel erwägt, arbeitet über den zeitlichen Zusammenhang und den Hautbefund. Für Impffolgen ist Thuja occidentalis das breiter geprüfte und in den Repertorien deutlich stärker vertretene Mittel, das auch ein ausgearbeitetes Gemütsbild besitzt.

Ängste: Keine Ängste im Repertorium verzeichnet, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Beschwerden nach Impfungen - die mit Abstand höchstbewertete Angabe und der Kern des Mittelbildes
Chronische Schuppenflechte am Handrücken; rissige Haut der Hände
Ungesunde Haut mit schlecht heilenden Ausschlägen: Rupia, Impetigo, Furunkel werden geführt
Beißen der Lippen; Akne im Gesicht
Abmagerung der Arme im Anschluss an Impfungen; Fistelbildung
Klinisch geführt sind Psora und Masern; die Literatur nennt das Mittel auch im Zusammenhang mit vorbeugenden Fragestellungen bei Masern und Pocken
Verschlechterung
  • Nach Impfungen - ausdrücklich als allgemeine Verschlechterung verzeichnet
  • Bei chronischen, unterdrückten Hautausschlägen
Verbesserung
  • Im vorliegenden Datenbestand keine Besserungen verzeichnet
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Speiseverlangen im Repertorium verzeichnet
Abneigung
  • Keine Speiseabneigungen im Repertorium verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Beschwerden im Anschluss an ImpfungenChronische Schuppenflechte am HandrückenRissige, ungesunde Haut der HändeHartnäckige Hautausschläge wie Impetigo und FurunkelAkne im GesichtSchlecht heilende Fisteln

Abgrenzung

Thuja occidentalis ist bei Beschwerden nach Impfungen das große und in jeder Hinsicht besser geprüfte Mittel; es tritt mit den bekannten Hautauswüchsen, der Fixierung auf den eigenen Körper und der Verschlechterung durch Feuchtigkeit hervor. Silicea wird bei schlecht heilenden Impfstellen und Fisteln verglichen. Innerhalb der Nosoden stehen Vaccininum und Variolinum demselben Zusammenhang nahe, sind jedoch aus anderem Ausgangsmaterial gewonnen. Bei Schuppenflechte der Hände ist Petroleum mit den tiefen Rissen und der Winterverschlechterung zu vergleichen.

Verwandte Mittel

Thuja occidentalisVaccininumVariolinumSiliceaPetroleum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.