Magnesium sulfuricum, das Bittersalz, ist ein wenig gebräuchliches Mineralmittel, dessen homöopathisches Bild vor allem aus Prüfungen des 19. Jahrhunderts stammt. In den Repertorien überwiegen Beschwerden des Magen-Darm-Bereichs mit faulig-eiartigem Aufstoßen, dazu Störungen des weiblichen Zyklus mit zu früher Regel und eine ausgeprägte Erschöpfung. Charakteristisch ist eine zitternde, bebende Empfindung in der Magengegend.
Konstitution
Gemütsbild
Ängstlichkeit ohne näher bezeichneten InhaltErschöpfung und Kraftlosigkeit prägen die StimmungKein eigenständiges chronisches Gemütsbild in den Repertorien ausgewiesen
Zu Magnesium sulfuricum liegen im Gemütskapitel nur wenige Angaben vor; ausgewiesen ist die allgemeine Ängstlichkeit. Ein charakteristisches seelisches Bild, wie es die Materia medica für die anderen Magnesium-Salze beschreibt, ist für dieses Mittel nicht ausgearbeitet. Die Literatur nennt im Wesentlichen den Zustand der Entkräftung und Hinfälligkeit, der die Stimmung mitbestimmt. Wer bei den Magnesium-Verbindungen ein deutliches Gemütsbild sucht, wird eher bei Magnesium carbonicum oder Magnesium muriaticum fündig. Für Magnesium sulfuricum gilt: Was über die Ängstlichkeit hinausgeht, ist in den Quellen nicht belastbar beschrieben und wird hier deshalb nicht ausgeführt.
Ängste: Allgemeine Ängstlichkeit, Darüber hinaus in den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Leitsymptome
- Während der Menses, besonders Hitze und Kopfschwere
- Morgens, bezogen auf den Husten
- Nachts, bezogen auf die Fingerschmerzen
- Bei geringster Anstrengung, wegen der allgemeinen Schwäche
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- In der Literatur nicht näher beschrieben
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
- Abneigung gegen Speisen bei vermindertem Appetit
In Repertorien häufig zugeordnet
In Repertorien bei Magenbeschwerden mit fauligem, eiartigem Aufstoßen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu Zyklusstörungen mit zu früher Regel und Kopfbeschwerden während der MensesBei zähem Schleim im Hals und morgendlichem Husten verzeichnetBei reißenden Fingerschmerzen und Ameisenlaufen der Hände genanntIn der Literatur bei Madenwurmbeschwerden aufgeführtBei Hautausschlägen mit harten Knötchen an den Unterarmen verzeichnet
Abgrenzung
Magnesium sulfuricum ist deutlich weniger ausgearbeitet als die übrigen Magnesium-Salze, weshalb die Abgrenzung vor allem über die wenigen gesicherten Symptome läuft. Magnesium carbonicum zeigt saure Absonderungen und das Bild des ungeliebten, sich zurückziehenden Kindes; Magnesium muriaticum ist auf Leber und Verstopfung mit bröckeligem Stuhl bezogen. Magnesium phosphoricum ist das Krampfmittel der Gruppe mit Besserung durch Wärme und Druck. Natrium sulfuricum teilt den Sulfat-Anteil und die Beziehung zu Feuchtigkeit und Leber, ist aber weit besser belegt.
Verwandte Mittel
Magnesium carbonicumMagnesium muriaticumMagnesium phosphoricumNatrium sulfuricumPhosphoricum acidumLacticum acidum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.