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Materia medica · Nr. 205

Magnesium phosphoricum

Mag-p.

In 1.393 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Magnesium phosphoricum, das phosphorsaure Magnesium, gilt in der Materia medica als eines der wichtigsten Krampfmittel. Kennzeichnend sind blitzartig einschießende, krampfende oder neuralgische Schmerzen, die den Ort wechseln und sich rasch und deutlich durch Wärme sowie durch festen Druck bessern. Das Bild wird bei Menschen beschrieben, die frostig, erschöpfbar und schmerzempfindlich sind.

Konstitution

KörperbauKlassisch beschrieben bei schlanken, zarten und rasch erschöpfbaren Menschen; ein bestimmter Körperbau wird in den Rubriken nicht ausgewiesen.
Thermalitätfrostig
TemperamentDie Rubriken verzeichnen einen dauernden Mangel an Lebenswärme und Reizbarkeit bei Kopfschmerzen. Beschrieben wird eine erschöpfbare, überempfindliche Verfassung: Die Schmerzen zermürben, machen unruhig und reizbar, ohne dass ein ausgeprägtes seelisches Grundthema im Vordergrund stünde.

Gemütsbild

Reizbarkeit unter dem Eindruck der SchmerzenErschöpfbarkeit nach geistiger und körperlicher AnstrengungKlagsamkeit über die immer wiederkehrenden SchmerzenÜberempfindlichkeit gegen Berührung und Kälte

Das Gemütsbild von Magnesium phosphoricum ist in den Repertorien nur schwach ausgeprägt. Verzeichnet ist Reizbarkeit im Zusammenhang mit Kopfschmerzen; das seelische Bild wird in der Literatur überwiegend als Folge der Schmerzen beschrieben, nicht als eigenständiges Thema. Geschildert werden Menschen, die durch häufige krampfartige Schmerzen mürbe geworden sind, über ihre Beschwerden klagen und dabei geistig erschöpft wirken. Eine Neigung zu Wortfindungsschwierigkeiten und stockender, kloßiger Sprache ist in den Rubriken ausgewiesen und wird als Ausdruck derselben krampfhaften Grundtendenz gedeutet.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Krampfartige, kneifende Bauchschmerzen, die Zusammenkrümmen erzwingen und sich durch Wärme und Druck bessern
Neuralgische Gesichts- und Zahnschmerzen, reißend und blitzartig, rechtsseitig betont, durch kalte Luft verschlimmert und durch Wärme gebessert
Regelschmerzen mit krampfartigem Charakter, oft vor Einsetzen der Blutung, sowie Schmerzen in den Eierstöcken
Schmerzen, die den Ort wechseln, anfallsweise auftreten und wieder verschwinden; Ischias mit Besserung durch Wärme
Muskelkrämpfe der Waden, Schreibkrampf im Handgelenk, Lidzucken und Lidkrampf
Schluckauf, Magenkrämpfe und krampfhaftes Gähnen
Kopfschmerz, gebessert durch Einhüllen des Kopfes und durch äußeren Druck
Verschlechterung
  • Kälte, kalte Luft, kalte Getränke
  • Berührung
  • Aufdecken und Entblößen
  • Waschen und Baden
  • Nachts
  • Gehen im Freien
Verbesserung
  • Wärme, warme Anwendungen, Bettwärme
  • Fester Druck auf die schmerzende Stelle
  • Zusammenkrümmen
  • Warme Getränke bei Zahnschmerzen
  • Reiben und Einhüllen

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • Warme Getränke werden in der Literatur als angenehm beschrieben
Abneigung
  • Kalte Getränke, die die Beschwerden verstärken
  • In den vorliegenden Rubriken nicht weiter ausgewiesen

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei krampfartigen Bauchschmerzen mit Besserung durch Wärme und Zusammenkrümmen aufgeführtKlassisch zugeordnet zu neuralgischen Gesichts- und ZahnschmerzenBei krampfartigen Regelschmerzen verzeichnetBei Ischias und Muskelkrämpfen der Unterschenkel genanntBei Schreibkrampf und Lidkrampf in der Literatur beschriebenBei Schluckauf und krampfhaftem Gähnen aufgeführt

Abgrenzung

Colocynthis teilt die krampfenden Bauchschmerzen mit Besserung durch Zusammenkrümmen und Druck, hat aber deutlicher den Ursprung in Ärger und Entrüstung und bessert sich weniger eindeutig durch Wärme. Chamomilla zeigt ähnlich unerträgliche Schmerzen, jedoch mit heftiger Reizbarkeit und Unruhe und ohne die klare Wärmebesserung. Belladonna hat plötzlich kommende und gehende Schmerzen, aber mit Hitze, Röte und Klopfen. Für Magnesium phosphoricum spricht die Kombination aus Krampfcharakter, Wärmebesserung und wechselndem Schmerzort.

Verwandte Mittel

ColocynthisChamomillaDioscoreaBelladonnaSiliceaZincum metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.