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Materia medica · Nr. 2149

Magnesium nitricum

Mag-n.

Auch: Mag-nit.

In 2 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Magnesium nitricum, das Magnesiumsalz der Salpetersäure, ist ein kleines Mineralmittel der Materia medica. Sein Repertoriumsbestand ist schmal, aber ungewöhnlich deutlich gewichtet: Die einzige besetzte Zuordnung, der Schluckauf, ist mit dem höchsten Grad geführt. Damit gehört das Mittel zu den wenigen, die über ein einziges, dafür stark hervorgehobenes Zeichen gefunden werden.

Konstitution

KörperbauEin eigener Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Das Mittel wird über das einzelne, hochgradig geführte Zeichen erschlossen.
ThermalitätIn der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Anders als die gut ausgearbeiteten Magnesiumsalze - Magnesium carbonicum und Magnesium muriaticum mit ihrem Bild der Verlassenheit, Magnesium phosphoricum mit den krampfartigen Schmerzen - besitzt das Nitrat kein eigenes Gemütsbild. Ein Persönlichkeitsbild wird hier nicht ergänzt.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertIm Repertorium rein körperbezogen geführtKeine ausführliche Arzneimittelprüfung vorhanden

Zu Magnesium nitricum sind keine Gemütsrubriken besetzt. Die Magnesiumreihe der Materia medica ist im Gemütsbereich sonst breit gezeichnet: Verlassenheitsgefühl, Friedfertigkeit um jeden Preis und das Meiden von Streit gelten als ihr gemeinsamer Grundzug. Ob dieser Zug auch für das Nitrat gilt, ist nicht belegt und wird hier nicht ergänzt. Der Bestand des Mittels beschränkt sich auf ein körperliches Zeichen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Schluckauf - die einzige besetzte Zuordnung des Mittels, im Bestand mit dem höchsten Grad geführt und damit sein kennzeichnendes Zeichen
Anhaltender, sich wiederholender Schluckauf ohne nähere Bestimmung der Umstände
Die ältere Literatur nennt Magnesium nitricum daneben im Zusammenhang mit Magenverstimmungen und neuralgischen Schmerzen, entwickelt daraus aber kein ausgearbeitetes Bild
Weitere Organbezüge sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • Keine gesicherten Modalitäten überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine Angaben zu Speiseverlangen überliefert
Abneigung
  • Keine Angaben zu Speiseabneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Schluckauf, auch anhaltend und hartnäckigMagenverstimmung, wie sie die ältere Literatur den Magnesiumsalzen zuordnetWeitere Zuordnungen sind im Bestand nicht verzeichnet

Abgrenzung

Bei Schluckauf sind Nux vomica nach reichlichem Essen, Trinken oder Tabak, Cuprum metallicum bei krampfartigem, schüttelndem Schluckauf, Hyoscyamus niger bei Schluckauf nach Bauchoperationen und bei fieberhaften Zuständen sowie Ignatia amara bei Schluckauf nach Kummer die ausführlich beschriebenen Mittel. Magnesium phosphoricum steht bei krampfartigen Zwerchfellbeschwerden mit Besserung durch Wärme. Magnesium nitricum trägt zu diesem Bereich nur eine Angabe bei, diese allerdings mit deutlichem Gewicht.

Verwandte Mittel

Magnesium phosphoricumNux vomicaCuprum metallicumHyoscyamus nigerIgnatia amara

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.