Magnesium muriaticum ist das homöopathisch aufbereitete Magnesiumchlorid und verbindet in der klassischen Materia medica einen ausgeprägten Leberbezug mit einer besonderen Form der Verstopfung. Die Repertorien führen es im höchsten Grad bei Lebererkrankungen, Verhärtung und Vergrößerung der Leber sowie bei hartem, krümeligem Stuhl wie Schafkot. Kennzeichnend ist außerdem die Unverträglichkeit von Milch.
Konstitution
Gemütsbild
innere Anspannung mit nächtlicher RuhelosigkeitEmpfindlichkeit gegen Lärm und StreitZurückhaltung und Vermeidung offener Auseinandersetzungunruhiger, nicht erholsamer Schlaf
Die Repertorien führen für Magnesium muriaticum Hysterie sowie eine ausgeprägte Ruhelosigkeit im Bett im höchsten Grad; charakteristisch ist die Rubrik, dass sich die Unruhe beim Schließen der Augen verstärkt. Der Schlaf ist unerquicklich, das Einschlafen vor Mitternacht gestört – beide Rubriken hochgradig. Die klassische Materia medica beschreibt Menschen, die Lärm und Streit schlecht ertragen und Konflikte eher meiden als austragen; die neuere Literatur verbindet das Mittel mit dem Bedürfnis, den Frieden in der Umgebung um jeden Preis zu wahren. Diese Deutung ist verbreitet, aber nicht durch Repertoriumsrubriken belegt. Die Rubrik Sprechen verschlechtert weist auf die rasche Erschöpfung im Austausch hin.
Ängste: nächtliche Unruhe mit ängstlicher Anspannung, Beklemmung, die sich beim Schließen der Augen verstärkt, Sorge um die Harmonie in der Umgebung, wie sie die neuere Literatur beschreibt
Leitsymptome
- nachts
- Milch und Milchprodukte
- Sprechen
- im Bett (Fieber im Bett schlechter)
- Ruhe und Liegen mit geschlossenen Augen
- fester Druck, besonders auf den Kopf
- frische Luft
- Bewegung und Umhergehen
- Herunterhängenlassen der Glieder
Verlangen und Abneigungen
- Die Materia medica nennt ein Verlangen nach Gemüse und nach Süßigkeiten
- kalte Getränke werden ebenfalls beschrieben
- Milch, die schlecht vertragen wird und Durchfall auslösen kann (Rubriken Grad 3)
- fette und schwere Speisen bei bestehender Leberbelastung
In Repertorien häufig zugeordnet
Verstopfung mit krümeligem, schafkotartigem StuhlLeberbeschwerden mit Druck und Schmerz im rechten OberbauchMilchunverträglichkeit bei Kindern und ErwachsenenBlasenschwäche mit erschwerter EntleerungKopfschmerzen mit Besserung durch festen DruckSchlafstörungen mit nächtlicher Ruhelosigkeit
Abgrenzung
Magnesium carbonicum teilt den Magnesium-Bezug, hat aber die durchgängig sauren Absonderungen und die grünen Kinderdurchfälle im Vordergrund. Natrium muriaticum zeigt ebenfalls harten, krümeligen Stuhl und verschlossenes Wesen, jedoch mit Salzverlangen und Verschlimmerung durch Trost. Nux vomica hat vergeblichen Stuhldrang mit Reizbarkeit und Überempfindlichkeit, während Magnesium muriaticum die stille Anspannung und den Leberbezug kennzeichnet.
Verwandte Mittel
Magnesium carbonicumNatrium muriaticumNux vomicaAmmonium muriaticumSepiaPulsatilla
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.