Magnetispolus arcticus, der Nordpol des Magneten, gehört zu den drei Magnetprüfungen, die Hahnemann selbst in die Materia medica eingeführt hat. Das Bild ist bemerkenswert eng umschrieben: Es kreist um Zahn- und Kieferbeschwerden im Unterkiefer, um Zucken und Reißen im Kiefergelenk und um ein Summen und Schwirren, das durch den ganzen Körper geht. Das Gähnen verschlimmert auffallend.
Konstitution
Gemütsbild
Unentschlossenheit und UnschlüssigkeitHalbwaches, benommenes ErwachenBeunruhigende TräumeWenig ausgearbeitetes Gemütsbild
Zum Gemüt liegt nur eine einzige Rubrik vor: Unentschlossenheit. Die Prüfungsberichte Hahnemanns zu den Magnetmitteln sind stark auf körperliche Empfindungen ausgerichtet und schildern das Seelische kaum. Angrenzend verzeichnet sind ein halbwaches, benommenes Erwachen aus dem Schlaf und Träume von einer Fehlgeburt. Alles Weitere ist in der Literatur nicht näher beschrieben und sollte nicht ergänzt werden; das Mittel wird nach den charakteristischen Kiefer- und Zahnsymptomen gewählt.
Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Beunruhigende Träume, unter anderem von einer Fehlgeburt
Leitsymptome
- Gähnen, in den Rubriken hoch graduiert
- Frühjahr und Herbst
- Nachts, mit Husten
- Erkältung und ihre Folgen
- In den vorliegenden Rubriken sind kaum Besserungen verzeichnet
- Ruhe der betroffenen Teile
- Wärme im Gesicht
Verlangen und Abneigungen
- In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
- In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet
In Repertorien häufig zugeordnet
Zahnschmerzen der unteren Zähne, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtBeschwerden des Kiefergelenks mit Zucken und ReißenSummendes, schwirrendes Empfinden im KörperWunde MundwinkelWiederkehrende Beschwerden im Frühjahr und Herbst
Abgrenzung
Innerhalb der Magnetmittel steht Magnetispolus australis, der Südpol, gegenüber, dem die Literatur eigene, teils entgegengesetzte Symptome zuordnet; Magnetis poli ambo umfasst beide Pole. Bei Zahnschmerzen der Unterkieferzähne ist Mezereum mit seinen zum Ohr ausstrahlenden Schmerzen und Magnesium carbonicum mit der nächtlichen Verschlimmerung zu bedenken, beide deutlich besser geprüft. Causticum steht bei Beschwerden des Kiefergelenks mit erschwertem Öffnen des Mundes nahe.
Verwandte Mittel
Magnetis polus australisMagnetis poli amboCausticumMezereumMagnesium carbonicum
Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.
Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.