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Materia medica · Nr. 2125

Magnetispolus arcticus

M-arct.

In 168 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Magnetispolus arcticus, der Nordpol des Magneten, gehört zu den drei Magnetprüfungen, die Hahnemann selbst in die Materia medica eingeführt hat. Das Bild ist bemerkenswert eng umschrieben: Es kreist um Zahn- und Kieferbeschwerden im Unterkiefer, um Zucken und Reißen im Kiefergelenk und um ein Summen und Schwirren, das durch den ganzen Körper geht. Das Gähnen verschlimmert auffallend.

Konstitution

KörperbauNicht festgelegt. Die Prüfungen wurden ohne Bezug auf einen Konstitutionstyp durchgeführt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentDie Angaben zum Gemüt sind sehr sparsam. Verzeichnet ist Unentschlossenheit — ein Schwanken, ohne zu einem Entschluss zu kommen. Weitere Wesenszüge sind in der Literatur nicht näher beschrieben.

Gemütsbild

Unentschlossenheit und UnschlüssigkeitHalbwaches, benommenes ErwachenBeunruhigende TräumeWenig ausgearbeitetes Gemütsbild

Zum Gemüt liegt nur eine einzige Rubrik vor: Unentschlossenheit. Die Prüfungsberichte Hahnemanns zu den Magnetmitteln sind stark auf körperliche Empfindungen ausgerichtet und schildern das Seelische kaum. Angrenzend verzeichnet sind ein halbwaches, benommenes Erwachen aus dem Schlaf und Träume von einer Fehlgeburt. Alles Weitere ist in der Literatur nicht näher beschrieben und sollte nicht ergänzt werden; das Mittel wird nach den charakteristischen Kiefer- und Zahnsymptomen gewählt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken keine ausgeprägten Ängste verzeichnet, Beunruhigende Träume, unter anderem von einer Fehlgeburt

Leitsymptome

Summen, Brummen und Schwirren im ganzen Körper — in den Rubriken am höchsten graduiert
Zucken im Unterkiefer und im Kiefergelenk, mit Reißen, Stechen und Druck
Zahnschmerz in den unteren Zähnen, besonders links
Verschlimmerung der Gesichts- und Kieferbeschwerden durch Gähnen
Beschwerden mit jahreszeitlicher Bindung an Frühjahr und Herbst
Wundes, aufgesprungenes Gefühl an den Mundwinkeln
Zerschlagenheitsgefühl innerer Teile, Knacken und Krampf in den Gelenken
Speichelfluss während des Schlafs
Verschlechterung
  • Gähnen, in den Rubriken hoch graduiert
  • Frühjahr und Herbst
  • Nachts, mit Husten
  • Erkältung und ihre Folgen
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken sind kaum Besserungen verzeichnet
  • Ruhe der betroffenen Teile
  • Wärme im Gesicht

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseverlangen verzeichnet
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken keine Speiseabneigungen verzeichnet

In Repertorien häufig zugeordnet

Zahnschmerzen der unteren Zähne, in Repertorien mit hohem Grad aufgeführtBeschwerden des Kiefergelenks mit Zucken und ReißenSummendes, schwirrendes Empfinden im KörperWunde MundwinkelWiederkehrende Beschwerden im Frühjahr und Herbst

Abgrenzung

Innerhalb der Magnetmittel steht Magnetispolus australis, der Südpol, gegenüber, dem die Literatur eigene, teils entgegengesetzte Symptome zuordnet; Magnetis poli ambo umfasst beide Pole. Bei Zahnschmerzen der Unterkieferzähne ist Mezereum mit seinen zum Ohr ausstrahlenden Schmerzen und Magnesium carbonicum mit der nächtlichen Verschlimmerung zu bedenken, beide deutlich besser geprüft. Causticum steht bei Beschwerden des Kiefergelenks mit erschwertem Öffnen des Mundes nahe.

Verwandte Mittel

Magnetis polus australisMagnetis poli amboCausticumMezereumMagnesium carbonicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.