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Materia medica · Nr. 2124

Magnetispoli ambo

M-ambo.

Auch: M-art.

In 411 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Magnetis poli ambo, die Arznei aus beiden Polen des Magneten, gehört zu den von Hahnemann geprüften Magnetmitteln und ist über die Chronischen Krankheiten in die Repertorien gelangt. Das Bild ist ein reines Empfindungsbild: ziehende Schmerzen in den Muskeln, ruckartige Stöße, das Gefühl eines eingetriebenen Nagels oder Pflocks in inneren Teilen und Schmerzen wie nach Verstauchung in den Gelenken. Dazu treten lebhafte, angenehme Träume und ein tiefer Schlaf mit spätem Erwachen.

Konstitution

KörperbauEin bestimmter Körperbau wird nicht beschrieben. Das Mittel ist über Empfindungen und Modalitäten charakterisiert, nicht über ein körperliches Erscheinungsbild.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Gemüt liegen keine tragenden Rubriken vor. Die Prüfung Hahnemanns beschreibt vor allem Empfindungen, Schlaf und Träume; ein eigenständiges seelisches Bild mit Wesenszügen oder Ängsten führt die Literatur zu diesem Mittel nicht.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild in den Repertorien ausgewiesenAuffällig lebhafte, angenehme und liebevolle TräumeTräume mit geschichtlichem InhaltTiefer Schlaf mit spätem Erwachen

Magnetis poli ambo ist in den Repertorien nahezu ausschließlich über Empfindungs-, Schlaf- und Traumrubriken vertreten. Was dem Gemütsbereich am nächsten kommt, sind die Träume: Sie sind im hohen Grad als lebhaft, angenehm, liebevoll und mit geschichtlichem Inhalt verzeichnet, und der Schlaf ist tief mit spätem Erwachen. Charakterzüge, Ängste oder Wahnideen sind nicht ausgewiesen. Das entspricht dem Charakter der Prüfung, die vor allem körperliche Empfindungen und ihre Modalitäten festhielt. Weitergehende seelische Aussagen wären nicht durch Quellen gedeckt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Ziehende Schmerzen in den Muskeln, in den Repertorien im höchsten Grad geführt
Ruckartige Stöße und Schläge in den betroffenen Teilen, ebenfalls im höchsten Grad verzeichnet
Empfindung eines eingetriebenen Pflocks oder Nagels in inneren Teilen
Schmerz wie nach Verstauchung oder Verrenkung in den Gelenken und in äußeren Teilen
Wund-zerschlagene Empfindung, besonders in den Gelenken und in der Muskulatur
Brennendes Stechen und Prickeln in den befallenen Teilen, besonders in den Muskeln
Klopfen und Pochen in äußeren Teilen; arthritische Schmerzen
Jucken der Haut, das durch Kratzen unverändert bleibt; empfindliche Hühneraugen mit Zucken darin
Tiefer Schlaf mit spätem Erwachen und lebhaften Träumen; der Puls bleibt dabei unverändert
Verschlechterung
  • Liegen im Bett
  • Liegen auf der schmerzfreien Seite
  • Bedecken und Einhüllen des Kopfes
  • Aufstehen aus dem Bett
  • Während und nach dem Schlaf
Verbesserung
  • Nach dem Aufstehen von einem Sitz
  • Bewegung nach anfänglicher Steifheit
  • Aufdecken des Kopfes

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien bei ziehenden Muskelschmerzen und ruckartigen Stößen im höchsten Grad aufgeführtBei der Empfindung eines eingetriebenen Nagels oder Pflocks in inneren Teilen verzeichnetBei Schmerzen wie nach Verstauchung oder Verrenkung in Gelenken genanntKlassisch zugeordnet zu Beschwerden mit Verschlimmerung im Bett und beim Aufstehen aus dem BettBei Juckreiz, der durch Kratzen unverändert bleibt, beschriebenBei empfindlichen Hühneraugen mit zuckenden Schmerzen aufgeführt

Abgrenzung

Die beiden anderen Magnetmittel stehen in unmittelbarer Nachbarschaft: Magnetis polus arcticus betont Beschwerden am Auge, an den Zähnen und ein Erkalten der Glieder, Magnetis polus australis die eingewachsenen Nägel und den Schmerz wie von einem Splitter, während Magnetis poli ambo das gemischte Empfindungsbild aus Ziehen, Stoßen, Verstauchungsschmerz und Nagelgefühl zeigt. Rhus toxicodendron teilt den Verstauchungsschmerz mit Verschlimmerung in Ruhe und Besserung durch fortgesetzte Bewegung. Anacardium orientale und Nitricum acidum teilen die Empfindung eines Pflocks beziehungsweise eines Splitters an umschriebener Stelle. Da das Bild klein und stark empfindungsbezogen ist, empfiehlt sich der Vergleich anhand der Modalitäten.

Verwandte Mittel

Magnetis polus arcticusMagnetis polus australisRhus toxicodendronAnacardium orientaleNitricum acidumBryonia alba

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.