HomöopathieSucheZur Startseite
Materia medica · Nr. 2120

Lysidinum

Lysd.

Auch: Lysid.

In 8 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Lysidinum, auch Lysidin genannt, ist eine um 1900 eingeführte synthetische Verbindung, die damals als Lösungsmittel für Harnsäure galt und in die homöopathische Literatur als kleines Mittel des Harnsäurestoffwechsels einging. Die Repertorien führen es entsprechend bei Gicht, bei harnsaurer Stoffwechsellage und bei Blasensteinen sowie bei kristallinem Bodensatz im Urin. Ein Konstitutions- oder Gemütsbild ist nicht überliefert.

Konstitution

KörperbauKein eigener Konstitutionstyp beschrieben; die Zuordnung erfolgt über die Stoffwechsellage und nicht über den Körperbau.
Thermalitätwechselnd
TemperamentZum Temperament liegen keine Prüfungsangaben vor. Lysidinum gehört zu den Mitteln, die aus der Arzneimittelchemie ihrer Zeit stammen und über ihre chemische Eigenschaft und nicht über eine Arzneimittelprüfung in die Repertorien kamen. Charakterzüge werden in der Literatur nicht beschrieben.

Gemütsbild

keine Gemütssymptome verzeichnetZuordnung allein über den Harnsäurestoffwechselkein Konstitutionsmittel

In den vorliegenden Rubriken zu Lysidinum finden sich keine Gemüts- oder Geistessymptome. Die ältere Literatur beschreibt das Mittel ausschließlich über seinen Bezug zur Harnsäure und deren Ablagerungen. Was in der Materia medica über die Gemütslage gichtkranker Menschen gesagt wird, gehört zu den großen Mitteln dieses Formenkreises wie Lycopodium oder Sulphur, nicht zu Lysidinum. Eine Übertragung wäre nicht durch Quellen gedeckt.

Ängste: In den vorliegenden Rubriken sind keine Ängste verzeichnet, Die Prüfungslage lässt keine Aussage zur Angstthematik zu

Leitsymptome

Harnsaure Stoffwechsellage, in den Repertorien unter Urin als Harnsäurediathese beziehungsweise Lithämie geführt - der Kernbezug dieses Mittels
Gicht, in den klinischen Rubriken verzeichnet
Blasensteine, unter Blase als Konkremente aufgeführt
Bodensatz im Urin, insbesondere aus oxalsaurem Kalk
Verschlechterung
  • Zu Verschlechterungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Die Rubrikenlage enthält keine Modalitäten
Verbesserung
  • Zu Verbesserungen liegen keine geprüften Angaben vor
  • Besserungsumstände sind nicht überliefert

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Nahrungsverlangen überliefert
Abneigung
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Harnsaure Stoffwechsellage, klassisch der Hauptbezug dieses MittelsGichtBlasensteineKristalliner Bodensatz im Urin, besonders Kalkoxalat

Abgrenzung

Gegenüber den großen Mitteln des harnsauren Formenkreises fehlt Lysidinum jedes eigene Symptombild: Lycopodium trägt die rechtsseitige Ausrichtung, den Sandbodensatz im Urin und die Verschlimmerung am späten Nachmittag, Benzoicum acidum den auffallend stark riechenden, dunklen Urin, Urtica urens die Verbindung von Gicht und Nesselausschlag. Lysidinum wurde demgegenüber allein wegen seiner chemischen Eigenschaft aufgenommen und wird in der Praxis nur nachrangig und rein zuordnungsbezogen erwogen.

Verwandte Mittel

Benzoicum acidumLycopodium clavatumUrtica urensBerberis vulgarisColchicum autumnaleFormica rufa

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.